Niederbayern: Helfer räumen gegen den Regen an - DER SPIEGEL
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Niederbayern Helfer räumen gegen den Regen an

Bei Dauerregen versuchen Hunderte Helfer im niederbayerischen Landkreis Regen, den restlichen Schnee möglichst schnell von den Dächern zu räumen. Drei unbewohnte Häuser sind bereits unter der Last des nassen Pappschnees zusammengebrochen. Andernorts entspannt sich die Lage.
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Regen - Im Landkreis Regen, der vom Schneechaos besonders stark betroffen war, sind heute noch 850 Helfer im Einsatz, um Schnee von den Dächern zu räumen. "Wir müssen dabei wegen der Eisgefahr besonders auf die Sicherheit achten", sagte Landratsamtsprecher Weghofer. Bei zwei Scheunen im Landkreis und bei einem unbewohnten Haus in Bodenmais seien die Dächer unter der erhöhten Last eingestürzt, nachdem der Schnee das Niederschlagswasser wie einen Schwamm aufgesogen habe. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. "Der Regen erhöht die Last ums Mehrfache", sagte Weghofer. Allerdings bemühten sich die Einsatzkräfte vor Ort, Einsturzgefahren rechtzeitig zu erkennen und notfalls entsprechende Gebäude zu evakuieren. Falls sich die Lage nicht weiter verschärfe, solle jedoch der Mittwoch vergangener Woche ausgelöste Katastrophenalarm bis zum Abend aufgehoben werden.

Im Landkreis Passau haben die Behörden den Alarm bereits heute Morgen um 8.30 Uhr aufgehoben. "Wir haben schon am Vorabend alle gefährdeten Objekte abgeschaufelt", sagte Landratsamtsprecher Eduard Bosch. Derzeit bestehe keine akute Hochwassergefahr. An der Ilz könne es jedoch zu Überflutungen kommen, falls der Flusslauf durch aufgebrochene Eisschollen verstopft werde. "In der Donau ist sogar noch Niedrigwasser", fügte Bosch hinzu. Am Vortag sei in Passau ein Schiff auf Grund gelaufen. Freiwillige Feuerwehren bemühten sich in einzelnen Gemeinden um einen freien Ablauf des Regen- und Schmelzwassers bei den Straßengullys.

In der Region um Augsburg führten die starken Regenfälle in Verbindung mit Schneefällen zu überschwemmten Straßenunterführungen. So staute sich am Morgen auf der Autobahn A8 zwischen Dasing und Sulzemoos zeitweise der Verkehr, nachdem der rechte Fahrstreifen Richtung München in einer Senke überschwemmt war, teilte die Verkehrsmeldestelle der bayerischen Polizei mit. In Franken mussten mehrere Ortsstraßen wegen nur langsam ablaufenden Wassers zeitweise gesperrt werden. In Oberbayern wurden zudem zwei Bundesstraßen wegen Lawinengefahr gesperrt.

ffr/AP