Niedersachsen Der nächste Deich droht zu brechen
Abgesoffener Campingplatz bei Laasche
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Bei Dresden wird aus der Weiferlitz ein Autowrack gezogen
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Zwei Anwohner begutachten in Gorleben den Stand der Elbe
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Der Deich bei Lauenburg gilt als die am meisten gefährdete Stelle im Hochwassergebiet von Schleswig-Holstein
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Taucher - wie hier bei Lauenburg - suchen unter der Wasseroberfläche nach Rissen im Deich
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Zerstörte Gleisanlagen bei Tharandt nahe Dresden
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Aufräumarbeiten in Dresden-Friedrichstadt
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Bei Neustadt in der Nähe von Dresden ist das Wasser deutlich zurück gegangen
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Durchweichte Wiesen bei Havelberge
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Der Dauereinsatz zehrt an den Kräften der Helfer
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Nach einem Deichbruch ist im Dorf Lassche nur noch per Kanu voran zu kommen
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Zwar ist der Strom in Eilenburg abgeschaltet, durch einen mit Helium gefüllten Ballon wird der Ort für die Helfer auch in der Nacht taghell
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Unverstellbare Verwüstungen hat die Flut bei Weesenstein angerichtet
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Bei Hitzacker verläuft links die Elbe, rechts die Jeetzel und in der Mitte liegt die Elbuferstraße
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Erfrischungspause bei Amt Neuhaus: Die hohen Tempearturen machen den Helfern zusätzlich zu schaffen
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Mit einem Kanu paddelt ein Retter durch Hitzacker
Foto: DPAAmt Neuhaus - Die Behörden ordneten Evakuierungen für die Bürger in Amt Neuhaus an. Zwischen den Orten Stiepelse und Viehle drohe ein durchweichter Deich zu brechen, sagte ein Sprecher der technischen Einsatzleitung am Freitagmorgen. Die Polizei gehe nun von Haus zu Haus und fordere die Bewohner zum Verlassen ihrer Häuser auf. Dabei könne auch "sanfter Druck" ausgeübt werden.
500 Hilfskräfte einer "Schnellen Eingreifgruppe" seien am frühen Morgen zusammengezogen worden, um den vom Bruch bedrohten Deichabschnitt zu retten, sagte ein Sprecher der Bundeswehr-Hilfskräfte. "Wir haben eine faire Chance, aber die Lage ist kritisch." Der Wasserstand im Raum Amt Neuhaus lag am Freitagmorgen bei 7,29 Metern und damit in etwa auf der Höhe des Standes vom Donnerstagmorgen.
Die Möglichkeit von Deichdurchweichungen und damit einhergehende Überflutungen waren in den vergangenen Tagen von den Einsatzleitungen in vielen Orten als die große Gefahr bezeichnet worden. Der extrem hohe Wasserstand der Elbe wird in den kommenden Tagen offenbar nur langsam sinken und damit weiterhin einen großen Druck auf die Deiche ausüben, die vielfach bereits vom Wasser durchsickert sind. Zehntausende Helfer sind zur Sicherung der Dämme im Einsatz.
Auch im Kreis Stendal in Sachsen-Anhalt sickerte an mehreren Stellen Wasser durch die Dämme. In Bitterfeld bedrohte das Hochwasser des früheren Tagebaus Goitzsche noch immer die Stadt.
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Während der Pegelstand der Elbe im schleswig-holsteinischen
Lauenburg seit dem frühen Donnerstagabend bei etwa 8,65 Metern
stagnierte, erreichte die Elbe bei Boizenburg am Donnerstagabend mit
einem Pegelstand von 6,41 Metern nach Angaben des Lagedienstes dort
ihren Scheitelpunkt.
Mehr Bilder der Jahrhundertflut:
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Fotostrecke 5: Die Deiche brechen, die Helfer sind erschöpft
Fotostrecke 6: Das bittere Aufräumen nach der Flut
Bei Hitzacker in Niedersachsen wurde am Freitagmorgen bei aufeinander folgenden Messungen ein Pegelstand von 7,48 Metern gemessen. Damit sei der Wasserstand in den vergangenen Stunden nahezu konstant geblieben, sagte eine Sprecherin des Kreises. An der Jeetzel bei Dannenberg sei das Wasser "sichtbar gesunken", nachdem Einsatzkräfte eine Spundwand errichtet hatten, mit der der aufgeweichte Binnendeich vor der Elbe-Flut geschützt werden sollte. Mittlerweile verstärkte die Bundeswehr ihre Hilfstruppen zur Deichsicherung im Elbe-Hochwassergebiet Schnackenburg/Hitzacker. Auch die britische Armee entsendet 300 Soldaten der 7. Armoured Brigade aus Fallingbostel zur Unterstützung.
Entspannt war die Hochwasserlage nach wie vor in Lauenburg in Schleswig-Holstein. "Der Pegelstand der Elbe stagniert seit einigen Stunden zwischen 8,65 und 8,66 Metern", sagte Matthias Heidelberg vom Katastrophenstab des Kreises. Er rechne damit, dass der Scheitelpunkt der Flut im Laufe des Freitags erreicht wird.
In Dömitz in Mecklenburg-Vorpommern blieben die Pegelstände in der Nacht fast konstant. Das Wasser steige stündlich weniger als einen Zentimeter, sagte ein Sprecher des Lagedienstes. Für Hamburg besteht nach Behördenangaben keine Gefahr durch das Elbehochwasser.
Bei Seegrehna bei Wittenberg wollen am heutigen Freitag Katastrophenschutzkräfte abermals versuchen, den gebrochenen Elbedeich komplett zu schließen. "Die Bundeswehr wird mit Hubschraubern Schwimmcontainer an der Bruchstelle ablassen und so den Deich komplett schließen", sagte eine Sprecherin des Krisenstabs in Dessau. Damit wäre die Hochwassergefahr unter anderem für das als Unesco-Weltkulturerbe geschützten Dessau-Wörlitzer Gartenreich so gut wie gebannt. Am Donnerstagabend war es Helfern bereits gelungen, das Deichloch mit Hilfe riesiger Sandbehälter teilweise abzudichten.
Die Zahl der Todesopfer durch die Hochwasserkatastrophe erhöhte sich inzwischen auf 18 . Ein 35 Jahre alter Mann war in den Fluten in der Nähe von Riesa in Sachsen mit seinem Auto verunglückt und erlag am Donnerstag seinen schweren Verletzungen, teilte das sächsische Innenministerium mit. Von den bundesweit jetzt 18 Hochwasseropfern starben 17 Menschen allein in Sachsen.
In Sachsen entspannte sich die Lage in der Nacht zum Freitag ebenfalls weiter. Der Krisenstab im sächsischen Innenministerium wurde aufgelöst. In vier Landkreisen und in der Landeshauptstadt Dresden besteht jedoch weiter Katastrophenalarm.