Niedersachsen: Hochwasserlage weiter angespannt - DER SPIEGEL
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Niedersachsen Hochwasserlage weiter angespannt

Trotz erstmals sinkender Wasserpegel von Entwarnung keine Spur: Noch immer kämpfen Tausende Helfer im Landkreis Lüchow-Dannenberg gegen die Fluten. Nach wie vor gilt Katastrophenalarm.
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Lauenburg/Hitzacker - Vielerorts hat die Elbe ihren Höchststand erreicht. So misst das für Lauenburg zuständige Schifffahrtsamt seit 24 Stunden einen Pegel von 9,10 Meter. Rund hundert historische Häuser werden dort allerdings weiterhin durch das Wasser bedroht. Je länger das Hochwasser stehe, desto größer sei die Gefahr für die Häuser, hieß es. Vielerorts gilt nach wie vor Katastrophenalarm.

Im besonders stark betroffenen Hitzacker ist der Pegel im Vergleich zum Höchststand vom Wochenende um vier Zentimeter auf 7,59 Meter gesunken. Nach wie vor gibt es einer Sprecherin des Landkreises Lüchow-Dannenberg zufolge aber keinen Strom. Mehrere Häuser seien bereits am Wochenende von ihren Bewohnern verlassen worden.

Mitglieder von Technischem Hilfswerk, Bundeswehr, Feuerwehr und Deutscher Lebensrettungsgesellschaft seien im Dauereinsatz. Im gesamten Kreis kämpften rund 3800 Einsatzkräfte gegen die Fluten. Die meisten würden bei Dannenberg und Laasche die Deiche verstärken.

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) fordert eine engere Zusammenarbeit der betroffenen Bundesländer bei der Hochwasserbekämpfung an der Elbe. Der künftige Hochwasserschutz dürfe sich nicht nur am Deichbau orientieren, sagte Wulff dem Deutschlandfunk heute Morgen.

Am Sonntag hatte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel vor Ort ein Bild der Lage gemacht und den Hochwasser-Opfern Hilfe versprochen. Demnach soll mit den Bundesländern verabredet werden, dass bei besonderen Belastungen keine Steuern bezahlt werden müssen.

str/Reuters/dpa