Nigeria Explosionen und Brände an Pipelines
Hamburg - Explosionen und Brände an Pipelines haben in den vergangenen Jahren viele Menschenleben gekostet und große Umweltschäden angerichtet. Besonders schwere Katastrophen ereigneten sich unter anderem in Nigeria:
7. Februar 2000 - Beim Anzapfen einer Pipeline in Ost-Nigeria gerät ein Mann mit einem anderen in Streit und setzt eine mit Öl vollgelaufene Grube in Brand. Durch die Explosion sterben 17 Menschen.
24. Juni 1999 - In der Nähe von Lagos in Nigeria verursachen Öl-Diebe die Explosion einer Pipeline. 15 Menschen sterben.
18. Oktober 1998 - Im nigerianischen Apawor, in der Nähe des Erdölzentrums Warri, 200 Kilometer südlich der Millionenstadt Lagos, explodiert Benzin, das aus einem Leck einer Pipeline fließt. Nahezu 2000 Menschen verbrennen. Als Ursache wurden eine Zigarettenkippe oder der Funkenschlag eines Motorrads vermutet. Auch Sabotage wurde nicht ausgeschlossen.
14. September 1997 - Im indischen Bundesstaat Andrha Pradesh gerät eine Erölraffinerie in Brand und explodiert. Dabei kommen 56 Menschen ums Leben.
1. Oktober 1994 - Durch ein Pipelineleck werden Boden und Flüsse in der nordrussischen Republik Komi von Tausenden Tonnen ölhaltiger Flüssigkeit verseucht.
5. Dezember 1993 - Nach einem Sprengstoffanschlag von ELN-Rebellen auf eine Ölpipeline in Kolumbien laufen große Mengen Erdöl in den Catatumbo-Fluss.
2. November 1993 - Bei Quang Ninh im Norden Vietnams explodiert eine Ölleitung. Das Feuer tötet 44 Menschen.
1. Juni 1993 - Im Norden Angolas werden die Depots zweier Ölfirmen von Guerillas der Unita mit Artilleriebeschuss in Brand gesetzt. Auslaufendes Öl verursacht eine schwere Ölpest vor der Nordküste.
22. April 1992 - In die Kanalisation der Millionenstadt Guadalajara in Mexiko gerät aus einem Leck in der Leitung der staatlichen Ölgesellschaft PEMEX Benzin. Es kommt zu fünf Explosionen, bei denen insgesamt 210 Menschen zu Tode kommen.
Februar 1991 - Irakische Bomber setzen während des Golf-Krieges zahlreiche kuwaitische Ölanlagen in Brand. Eine ökologische Katastrophe ungeahnten Ausmaßes ist die Folge.
13.6.1989 - Bei Tscheljabinsk in der damaligen UDSSR explodiert eine unmittelbar neben den Gleisen der Transsibirischen Eisenbahn liegende Flüssiggasleitung. Zwei vorbeifahrende Personenzüge geraten in Brand. Mindestens 645 Passagiere, darunter 181 Kinder, werden getötet.