Nitschs letzte Botschaft Einen Smiley für den Vater
Nur zwei Stunden vor ihrem tödlichen Sturz aus dem vierten Stock hatte Jennifer Nitsch den Plan fürs kommende Wochenende perfekt gemacht: Ihrem Vater schickte sie ein Fax, auf dem sie ihr Kommen ankündigte. Sie unterschrieb mit einem Smiley.
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Hamburg - In dem Fax, das die "Bild"-Zeitung heute abdruckte, übermittelte Nitsch die Reisebestätigung mit ihren Flugdaten. Am 18. Juni wollte sie in München den Flieger nach Köln nehmen, den Rückflug hatte sie für Sonntagabend gebucht. Am Seitenende malte sie ein lachendes Gesicht und daneben die Abkürzung ihres Namens "Jen!".
Anschließend telefonierten Vater und Tochter noch einmal, "dass alles so okay ist", wird Wolfgang Nitsch in dem Blatt zitiert. "Sie klang völlig normal, war fröhlich und unbeschwert." Er sei "hundertprozentig überzeugt", dass der Sturz aus dem Fenster kein Selbstmord, sondern ein Unfall gewesen sei. Laut Polizei handelt es sich bei Nitschs Tod "mit hoher Wahrscheinlichkeit" um Selbstmord.