Anschlag in Nizza Einwohner bieten Schutzsuchenden Unterschlupf
Angehörige von Opfern in Nizza spenden sich Trost
Foto: Claude Paris/ APDas ist passiert:• Im südfranzösischen Nizza ist ein Mann mit einem Lkw in eine Menschenmenge gerast, über zwei Kilometer hinweg überfuhr er Passanten.
• Laut Innenministerium starben mindestens 84 Menschen, darunter auch drei Deutsche. Viele weitere Menschen wurden verletzt.
• Der mutmaßliche Attentäter wurde erschossen. Die Hintergründe sind noch unklar, die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft ermittelt.
• Die Tat ereignete sich an der Promenade des Anglais: Dort hatten sich am Donnerstagabend viele Menschen versammelt, um den französischen Nationalfeiertag zu feiern.
Es ist eine Geste der Hoffnung in einer Nacht des Grauens. Trotz, oder gerade wegen des Angriffs auf ihre Stadt, auf ihre Art zu leben, haben Bewohner von Nizza Schutzsuchenden Unterschlupf angeboten. Um Menschen in Not einen Halt zu geben - und einen Ort, an dem sie sich in Sicherheit bringen konnten.
Ein 31-jähriger Franzose tunesischer Herkunft hatte am Donnerstagabend mit einem Lastwagen mindestens 84 Menschen in der südfranzösischen Hafenstadt getötet und Dutzende weitere lebensgefährlich verletzt.
Nizza: Attacke am Nationalfeiertag
Bei den Anschlägen von Paris im November 2015 hatte sich der Hashtag #PorteOuverte verbreitetet. Nach der Terrorfahrt auf der Promenade des Anglais hieß es in den sozialen Netzwerken nun: #PorteOuverteNice, die offene Türe von Nizza.
Si quelqu'un a besoin d'un toit près du boulevard Grosso .. #porteouvertenice #Nice06
— Leandra Iacono (@LeandraIacono) July 14, 2016
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Leandra Iacono etwa lud diejenigen zu sich ein, die "ein Dach über dem Kopf in der Nähe des Boulevard Grosso" brauchten.
If you are stranded in Nice and need a place to stay look for #PorteOuverte #porteouvertenice #PrayForNice #StaySafe
— Vijay Iyer (@TheVijayIyer) July 15, 2016
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Nicht nur Privatpersonen boten Menschen an, in ihren Räumlichkeiten unterzukommen. Zum Beispiel öffnete der Direktor der Hartung Foundation die Türen seiner Kunststiftung für Hilfsbedürftige:
Der Münchner Ulrich Lehmann, der in Südfrankreich als Immobilienmakler arbeitet, berichtete der "Süddeutschen Zeitung" , wie er seine Wohnung und den Hausflur für mehr als 30 Menschen öffnete und ihnen Schutz und Zuflucht bot. Als die Schreie begannen, habe er nur "hier entlang" gerufen und die Menschen zu sich geführt.