Nordsee: Die Horrornacht auf der "Princess of Scandinavia" - DER SPIEGEL
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Nordsee Die Horrornacht auf der "Princess of Scandinavia"

Die Rettungsaktion lief bereits. Zahlreiche Hubschrauber waren über der Nordsee unterwegs, um 881 Menschen an Bord einer dänischen Fähre zu retten, nachdem auf dem Schiff zwei Brände ausgebrochen waren. Die Feuer sind inzwischen gelöscht.
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London - Die "Princess of Scandinavia" hat ihre Fahrt nach Norwegen fortgesetzt. Eine Sprecherin der Küstenwache sagte, am Samstagmorgen seien die Motoren des Schiffes gestartet worden. Die Fähre sei mit einem Tempo von acht Knoten in Richtung Kristiansand unterwegs. Kristiansand liegt etwa 230 Seemeilen (rund 410 Kilometer) vom Unglücksort entfernt.

Die beiden Brände waren in der Nacht im Maschinenraum und in einem Schornstein ausgebrochen. Der Kapitän gab einen Notruf ab, worauf eine große Rettungsaktion von Großbritannien aus angelaufen war. Von Schottland aus wurden acht Rettungshubschrauber und ein Marine-Aufklärungsflugzeug des Typs Nimrod zur Fähre geschickt. Auch ein norwegischer Rettungshubschrauber und zwei Hubschrauber von Öl-Bohrplattformen waren im Einsatz.

Nach Angaben einer Sprecherin der dänischen Reederei DFDS Seaways gab es unter den 881 Menschen an Bord keine Panik. Die "Princess of Scandinavia" kann 1543 Passagiere und 379 Autos befördern.

Das Schiff war auf dem Weg von Newcastle über Kristiansand (Norwegen) nach Göteborg (Schweden). Sie befand sich rund 240 Kilometer südöstlich von Aberdeen, als der Kapitän den Notruf "Mayday" durchgeben ließ.

Ein Sprecher von DFDS Seaways sagte, die Fähre sei "ein Qualitätsschiff". Auch sei die Mannschaft ist für solche Notfälle ausgebildet worden. Die dänische Reederei hat eine der größten Flotten in Nordeuropa. Die "Princess of Scandinavia" wurde 1976 gebaut und 1991 renoviert. Das Schiff ist 184 Meter lang und 22.528 Tonnen schwer. Es hat ein Schwesterschiff namens "Prince of Scandinavia".