Nordsee Fischkutter mit vier Mann an Bord vermisst
Bremen - Wegen der Wetterverschlechterung sei der Einsatz von Sonar-Ortungsgeräten nicht möglich, teilte die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mit. Es müsse davon ausgegangen werden, dass der Fischkutter schwer verunglückt und gesunken sei. Die Fischer konnten nicht gefunden werden.
Nach Einschätzung der DGzRS bestehen nur geringe Überlebenschancen für die Besatzung: Die Retter entdeckten vor der Küste Cuxhavens eine Rettungsinsel. Diese sei jedoch leer gewesen, sagte eine Sprecherin. Außerdem wurden an der mutmaßlichen Unglücksstelle starker Dieselgeruch sowie zahlreiche Ausrüstungsgegenstände des Fischkutters gefunden.
Ein Großaufgebot von sechs Seenotkreuzern sowie weiteren Schiffen, Hubschraubern und Flugzeugen hatten nach dem Schiff gesucht. Der Kutter "Hohe Weg" aus Brake an der Weser wird seit Mittwochabend vermisst. Es herrschte zu diesem Zeitpunkt stürmische See. Die letzte bekannte Position befand sich 16 Meilen südöstlich von Helgoland in der Deutschen Bucht.
In der Nacht war die See bei Windgeschwindigkeiten von 70 Stundenkilometern stürmisch. Die Wassertemperatur in der Deutschen Bucht beträgt 10,5 Grad. Der Luftraum über dem Unglücksgebiet wurde von der Flugsicherung Bremen für den weiteren Flugverkehr gesperrt.
jjc/AFP/AP