Starke Turbulenzen Flugzeug muss auf US-Regionalflughafen notlanden
Helena, Montana - Eine Passagiermaschine aus Kanada hat auf dem Weg nach Mexiko einen unfreiwilligen Zwischenstopp in den USA eingelegt: Nachdem bei starken Turbulenzen zwei Flugbegleiter leicht verletzt worden waren, musste eine Boeing 737 auf ihrem Flug in den Ferienort Puerto Vallarta notlanden, damit die beiden Mitarbeiter medizinisch versorgt werden konnten.
Die Maschine landete auf dem Flughafen von Helena, der Hauptstadt des US-Bundesstaats Montana. Da auf dem kleinen Flughafen normalerweise keine internationalen Flüge abgefertigt werden, mussten die Passagiere fünf Stunden auf dem Rollfeld warten, bis ein Zollbeamter angereist war.
Laut einer Sprecherin der Fluglinie Sunwing Airlines waren 181 Passagiere und sechs Crewmitglieder an Bord der Boeing. In Helena versorgte ein medizinisches Team einen 27-jährigen Flugbegleiter, der sich während der Turbulenzen eine leichte Kopfwunde zugezogen hatte. Zudem wurde seine ebenfalls 27-jährige Kollegin, die bei den Windstößen gestürzt war, mit Schmerzmitteln behandelt. Passagiere seien nicht verletzt worden - sie schienen das Ganze im Rückblick sogar gelassen bis humorvoll zu nehmen: "Wir alle waren ein bisschen verunsichert", sagte eine Passagierin. "Eine Stewardess brachte gerade ein Tablett mit Champagner." Dann sei die Frau wegen der Turbulenzen gestürzt und der Champagner überall gewesen. "Keiner bekam ein Glas. Aber wir alle hatten Champagner auf uns."
Am Sonntagabend konnten die Passagiere ihre Reise mit einem zweiten Flugzeug fortsetzen.