Notstand in Griechenland 13 Tote bei Feuersbrünsten
Athen - Die Flammen sind außer Kontrolle. Im 1.000 Einwohner zählenden Städtchen Areopolis auf der Halbinsel Mani im südlichen Peloponnes kamen heute sechs Menschen ums Leben: Die Leichen wurden verbrannt bei einem Hotel am Rande von Areopolis im südlichen Peloponnes gefunden, zudem erlag ein Feuerwehrmann dort einem Herzinfarkt, teilte die Einsatzleitung mit. Wegen der Sturmböen konnten keine Löschflugzeuge eingesetzt werden.
In der Nähe des Dorfes Komotheika verbrannten sieben Menschen bei der Flucht vor den Flammen in ihren Autos. In mehreren Regionen wurde der Notstand ausgerufen.
Neben Areopolis wurden mehrere Dörfer im südlichen Peloponnes wegen Busch- und Waldbränden evakuiert. Auch am Berg Taigetos im Nordwesten wurden drei Dörfer geräumt und der Notstand ausgerufen. Einwohner unterstützten mit ihren Gartenschläuchen die Feuerwehr im Kampf gegen die Flammen. Drei Löschhubschrauber flogen bei jeder Gelegenheit Einsätze - so weit es das Wetter eben zuließ. "Die Piloten machen enorme Anstrengungen", sagte Feuerwehrsprecher Nikos Diamandis.
Neue Brände brachen am Freitag im Urlaubergebiet Lagonissi bei Athen und in Elefsina aus, wo sich eine der größten griechischen Ölraffinerien befindet. "Die Lage ist dramatisch", sagte Diamandis.
Mehrere Brände erzwangen die Schließung der Fernstraße zwischen Kalamata und Sparta. Im westlichen Peloponnes waren mehrere Dörfer von Flammen eingeschlossen.
Insgesamt meldete die Feuerwehr den Ausbruch von 129 neuen Busch- und Waldbränden im von einer Hitzewelle ausgedörrten Griechenland.
Die Feuerwehr konzentriere sich auf die Brände, die bewohnte Gebiete bedrohten. Bereits jetzt handelt es sich um einen der schlimmsten Sommer mit Waldbränden in Griechenland seit Jahren.
pad/AP