Nürnberg: Polizei sucht Leguan, findet Chamäleon - DER SPIEGEL
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Echsenalarm in Nürnberg Polizei sucht Leguan, findet Chamäleon

Mit gleich zwei Reptilien hat es die Polizei in Nürnberg zu tun: Ein großer Leguan entfloh seinem Besitzer. Und ein kleines Chamäleon wurde samt Terrarium ausgesetzt.
Grüne Leguane haben messerscharfe Krallen, sind ansonsten aber ungefährlich.
Grüne Leguane haben messerscharfe Krallen, sind ansonsten aber ungefährlich.

Grüne Leguane haben messerscharfe Krallen, sind ansonsten aber ungefährlich.

Foto: Roland Weihrauch/ dpa
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Wer derzeit in Nürnberg spazieren geht, sollte seinen Blick auf umliegende Bäume richten: Die Chance, eine exotische Echse darin zu entdecken, ist ungewöhnlich hoch.

Gleich zwei Schuppenkriechtiere sind dieser Tage in Nürnberg ihren Besitzern abhandengekommen: Beim ersten handelt es sich um Lucy, ein 15-jähriges Leguan-Weibchen, das sich am Freitag unbemerkt aus dem Terrarium schlich, während sein Herrchen "ein wichtiges Telefonat" führte. Über eine geöffnete Terrassentür entfleuchte die 1,60 Meter lange Echse. Die Polizei sucht nach dem Tier "mit rostig-braunem Leib und grünen Füßen".

Das Tier sei grundsätzlich ungefährlich, da es sich in erster Linie von Salat und Löwenzahn ernähre, hieß es. Lucy fresse etwa einen Kopfsalat am Tag und habe eine Vorliebe für rote Paprika und Tomaten, sagte ihr 60 Jahre alter Besitzer. Ein wenig Vorsicht bei einer eventuellen Begegnung ist aber angebracht, denn der Leguan hat messescharfe Krallen. Bis zum ersten Frost könnte Lucy in freier Wildbahn überleben.

Eher unfreiwillig auf der Straße landete der Nürnberger Polizei zufolge am Montag ein weiteres Schuppenkriechtier: Auf dem Parkplatz des Nürnberger Südklinikums wurde ein etwa 20 Zentimeter langes Chamäleon samt Terrarium entdeckt. Ein Autofahrer fuhr gegen das Glasbehältnis und beschädigte es leicht. Das Tier scheint die Karambolage jedoch unbeschadet überstanden zu haben und kam ins örtliche Tierheim.

ala/dpa