Obduktion: Autor Schwanitz starb an Unterkühlung - DER SPIEGEL
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Obduktion Autor Schwanitz starb an Unterkühlung

Der Tod des Bestsellerautors Dietrich Schwanitz ist geklärt: Eine Obduktion ergab, dass der 64-Jährige an Unterkühlung starb. Die Polizei hatte Schwanitz' Leiche im Arbeitszimmer seiner Wohnung gefunden.
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Hartheim - Ein befreundeter Nachbar hatte gestern Morgen die Polizei alarmiert, nachdem er den Schriftsteller mehrere Tage nicht gesehen hatte. Die Beamten fanden den ehemaligen Hamburger Anglistikprofessor im Arbeitszimmer auf dem Boden liegend. Nach Angaben der Polizei war Schwanitz zu diesem Zeitpunkt schon seit Tagen tot.

Es gebe keine Hinweise auf einen unnatürlichen Tod oder auf Selbstmord, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei mit. Die Obduktion der Leiche in der Rechtsmedizin Freiburg ergab als Todesursache Unterkühlung. Der zuletzt völlig zurückgezogen lebende Schwanitz litt schon länger an einer unheilbaren Krankheit mit motorischen Störungen. Die Ermittler schließen nicht aus, dass ein Sturz den Tod herbeigeführt hat.

Als unkonventioneller, eigenwilliger Autor und Hochschullehrer von den Lesern ebenso gefeiert wie von vielen seiner Uni-Kollegen geschmäht, hatte er sich 1997 - schon schwer krank - vorzeitig in den Ruhestand versetzen lassen. Schwanitz zog sich ins südbadische Hartheim zurück und isolierte sich wegen seiner Krankheit immer mehr. Seine in Hamburg lebende Ehefrau besuchte ihn hin und wieder.

Schwanitz habe sich wegen seiner Krankheit, die sich in einer körperlichen Hyperaktivität und unkontrollierbaren Zuckungen geäußert habe, komplett aus der Öffentlichkeit zurückgezogen, sagte Matthias Bischoff, Programmleiter beim Frankfurter Eichborn Verlag. Zum letzten Mal gesehen habe er Schwanitz im Frühjahr, damals habe er ihn als "sehr leidend" erlebt.