Odyssee im Pazifik: Schiffsbrüchiger von Hai gerettet - DER SPIEGEL
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Viermonatige Odyssee im Pazifik Schiffsbrüchiger von Hai gerettet

Ausgerechnet ein Hai wurde in den Weiten des Pazifiks zum Lebensretter. Ein Bewohner des Inselstaates Kiribati driftete schon seit 15 Wochen in einem antriebslosen Boot, als der zwei Meter lange Raubfisch den Anstoß zur Rettung gab.
Inselstaat Kiribati: Schiffsbrüchiger erst nach 15 Wochen gerettet
Inselstaat Kiribati: Schiffsbrüchiger erst nach 15 Wochen gerettet

Inselstaat Kiribati: Schiffsbrüchiger erst nach 15 Wochen gerettet

Foto: Christiane Oelrich/ dpa
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Kiribati - Nach einer 15-wöchigen Odyssee auf einem antriebslosen Boot im Pazifik hat ein Mann aus dem Inselstaat Kiribati von seiner wundersamen Rettung berichtet. Er habe unter einer Plane im Bauch des Bootes gelegen, als ihn ein Hai geweckt und so auf seine Retter aufmerksam gemacht habe, sagte Toakai Teitoi am Samstag in Majuro, der Hauptstadt der Marshall-Inseln.

Der fast zwei Meter lange Hai habe das Boot angestupst, bis er sich aufgerichtet habe. So sei er von Fischern entdeckt worden, die gerade das dahintreibende Boot von weitem mit einem Fernglas beobachtet hätten.

Der 41-jährige Teitoi war Ende Mai zusammen mit seinem Schwager von der Hauptstadt Tarawa zu seiner Heimatinsel Maiana aufgebrochen. Die eigentlich nur zweistündige Seereise geriet zum Alptraum, als das Boot während einer Pause zu weit abtrieb, um mit dem verbliebenen Benzin noch Maiana erreichen zu können.

Sein Schwager sei Anfang Juli an Dehydrierung gestorben, berichtete Teitoi. Nur einen Tag nach dem Dahinscheiden des 52-Jährigen hätten heftige Regenfälle die Wasservorräte wieder aufgefüllt. Damit und mit dem Verzehr von Fisch habe er überlebt.

Am 11. September erfolgte schließlich die wundersame Rettung durch ein Fischerboot von den Marshall-Inseln - und durch den Hai, der das Boot angestupst habe und wieder verschwunden sei. Der Fischer, der Teitoi an Bord nahm, berichtete, dass der Schiffsbrüchige als Erstes nach einer Zigarette gefragt habe.

abl/AFP

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