Ökotrophologie: Täglich einen lebenden Wurm - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Ökotrophologie Täglich einen lebenden Wurm

Beim Angeln bekam er Hunger, weil die Fische nicht bissen. Da verschlang der Mann selbst den Wurm. Seit nunmehr fast drei Jahrzehnten verspeist ein Thailänder täglich einen Wurm und führt darauf seine gute Gesundheit zurück.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Bangkok - Er ist zwar erst 39 Jahre alt, und es ist nicht ganz ungewöhnlich, dass ein Mann dieses Alters sich blendender Gesundheit erfreut. Doch dass ein 39-Jähriger seine Gesundheit auf ganz besondere Essgewohnheiten zurückführt, ist dann ungewöhnlich, wenn es sich bei betreffender Speise um lebende Würmer handelt.

Seit fast drei Jahrzehnten esse er jeden Tag einen lebenden Wurm, sagte der Feuerwehrmann Paisit Changa. Eine leichte Erkältung sei die schlimmste Krankheit, die ihn bisher erwischt habe. Paisits Speiseplan, über den die Zeitung "Thai Rath" berichtete, gehen auf einen Angelausflug in seinem Heimatdorf zurück. Damals habe er stundenlang darauf gewartet, dass ein Fisch anbeißt. "Ich hatte Hunger. Plötzlich wurde mir klar, dass die Fische nicht daran sterben, dass sie Würmer fressen." Also habe er sich an seinen Ködern satt gegessen.

Ein Kollege sagte, Paisit grabe oft in der Umgebung der Feuerwache nach Würmern. "Wir haben uns daran gewöhnt", sage Thepnakorn Kongwien. "Aber wir halten es noch immer für seltsam und eklig."