Ölpest: Schwarzer Teppich bedroht die Copacabana - DER SPIEGEL
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Ölpest Schwarzer Teppich bedroht die Copacabana

Alarm in Rio de Janeiro: Nach dem Bruch einer Pipeline könnte der gewaltige Ölteppich jetzt in Richtung der berühmten Strände treiben. Es ist die schwerste Umweltkatastrophe in Rio seit 25 Jahren.
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Rio de Janeiro - Das nach einem Pipeline-Bruch in der vergangenen Woche ausgetretene Öl, nach jüngsten Schätzungen rund 1,3 Millionen Liter, hat bereits zahlreiche touristisch bedeutsame Strandbereiche und ökologisch extrem empfindliche Gebiete verseucht.

Ein Teil des Ölteppichs hat die Ilha do Governador getroffen, nur wenige Kilometer vom südlichen Strandbereich der Großstadt entfernt. Umweltschützer sprechen inzwischen von der schwersten Umweltkatastrophe in Rio seit 25 Jahren.

Günstiger Wind könne noch verhindern, dass der rund 40 Quadratkilometer große Ölteppich die berühmten Strände Flamengo, Botafogo, die Copacabana und Ipanema erreiche, sagte der Präsident der staatlichen Umweltbehörde am Sonntag. Über 1300 Arbeiter der Betreiberfirma der Pipeline, Petrobras, und staatliche Einsatzkräfte bemühten sich unterdessen weiter, die verseuchten Strandabschnitte zu reinigen und verölte und verendete Vögel zu bergen.

In der vergangenen Woche hatte die brasilianische Regierung Petrobras eines Umweltverbrechens beschuldigt und eine Geldbuße in Höhe von 27,9 Millionen Dollar verhängt.

Schwere Vorwürfe gegen den Mineralölkonzern erhob auch die Umweltschutzorganisation Greenpeace. Der Konzern habe nicht genügend getan, um die Folgen des Unglücks zu mindern, sagte ein Sprecher der Organisation. Erst sei das Ausmaß der Ölpest unterschätzt worden, dann habe es das Unternehmen versäumt, rechtzeitig für eine ausreichende Zahl von künstlichen Sperren zu sorgen, um den antreibenden Ölteppich einzudämmen.