Österreich: Tausende vom Hochwasser eingeschlossen - DER SPIEGEL
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Österreich Tausende vom Hochwasser eingeschlossen

Seit Menschengedenken hat es in Österreich nicht so geschüttet wie in den vergangenen Tagen. Kleine Bäche mutierten zu reißenden Flüssen und überschwemmten das Land. In vielen Regionen wurde Hochwasseralarm ausgelöst. Das Bundesheer sucht mit Hubschraubern nach eingeschlossenen Menschen.
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Wien - Dauerregen mit bis zu 170 Litern in 30 Stunden hat in Österreich Tausende Menschen von der Außenwelt abgeschlossen. Besonders kritisch war die Lage im Bereich der Gemeinde Perg im Bundesland Oberösterreich rund 150 Kilometer westlich von Wien. Dort verwandelten sich kleine Bäche in reißende Flüsse. Die 5000 Bewohner der nahe gelegenen Gemeinde Schwertberg sind von den Fluten eingeschlossen und auf dem Straßenweg nicht mehr zu erreichen. In der gesamten Region ist die Telefonverbindung ausgefallen, so dass wichtige Kontakte nur über den Funk des Roten Kreuzes möglich waren.

Kritisch ist die Lage auch im Waldviertel nordwestlich von Wien, wo sich einige Menschen nur auf Bäumen und Hausdächern vor den Fluten in Sicherheit bringen konnten. Der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll sprach am Donnerstagmorgen von den schlimmsten Überflutungen seit Menschengedenken.

Die Altstadt von Krems an der Donau wurde völlig überflutet. In einer dramatischen Rettungsaktion, an der auch das österreichische Bundesheer beteiligt war, wurden am frühen Morgen eingeschlossene Menschen aus ihren Häusern befreit. Der niederösterreichische Kamp-Fluss, normalerweise nur einen halben Meter tief, stieg auf bis zu sechs Metern an, riss eine Brücke weg und durchbrach einen Damm, so dass weitflächige Überflutungen die Folge waren. Rund 4000 Feuerwehrleute bemühten sich, eine Katastrophe zu verhindern. Das Bundesheer suchte die Region mit Hubschraubern ab, um Eingeschlossene zu entdecken.