Offener Sarg Streit um Aufbahrung Drafi Deutschers
Hamburg - "Es war für Drafi eine Horrorvorstellung, so zur Schau gestellt zu werden. Er hätte es gehasst", sagte Böhning der "Bild"-Zeitung. Als Roy Black 1991 aufgebahrt werden sollte, habe der Musiker gesagt, er fände dies "grausam, unmenschlich". "Er wollte eine Seebestattung", erzählte Böhning. Sie sei nicht zur Beerdigung gegangen, weil sie nicht am offenen Sarg Abschied nehmen wollte.
Deutschers Sohn Drafi junior verteidigte dem Bericht zufolge dagegen die Zeremonie: "So konnten ihm alle ein letztes Mal von Auge zu Auge 'tschüs' sagen. Er wollte nie einfach verbuddelt werden."
Deutscher senior war am Freitag auf dem Parkfriedhof Lichterfelde in Berlin beerdigt worden. Rund 250 Trauergäste defilierten an dem offenen Sarg in der Kapelle vorbei. Deutscher wurde in dem von ihm geliebten roten Anzug und mit dem typischen schwarzen Schlapphut beigesetzt.
str/ddp