Ofra Haza Rätseln über die Todesursache
Tel Aviv - Die israelische Sängerin hatte selbst eine Nachrichtensperre verhängt, als sie vor zwei Wochen angeblich mit einer schweren Grippe und hohem Fieber ins Krankenhaus gebracht wurde. Kurz darauf war sie in ein Koma gefallen und schließlich am vollständigen Versagen aller wichtigen Organe gestorben. Zahlreiche Gerüchte machten sofort die Runde. So hieß es, die Künstlerin habe möglicherweise an Aids gelitten. Auch wurde vermutet, dass Haza eventuell an einer Medikamenten-Vergiftung gestorben sei.
Während die Familie der Toten die Nachrichtensperre aufrecht erhielt, begannen Ethiker in den Medien mit einer Diskussion darüber, ob eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens vom Range des israelischen Stars ein Recht habe, öffentliches Schweigen in einer so dramatischen Angelegenheit zu verordnen. Der Experte für jüdische medizinische Ethik, Mordechai Halperin, rechtfertigte am Freitag das Schweigen der Familie. Mit ihrem Verbot habe Ofra Haza praktisch einen testamentarischen Letzten Willen verfügt, der respektiert werden müsse. Allerdings räumte er in der Tageszeitung "Jerusalem Post" ein, dass "die Tatsache, dass eine offenbar gesunde und aktive 41-jährige Frau so hilflos einer Krankheit zum Opfer fällt, in der Öffentlichkeit Unbehagen und Ängste hervorrufen muss."