Oklahoma-Attentat McVeighs Hinrichtung wird nicht verschoben
Denver/Washington - Richter Richard Matsch lehnte den Antrag der Verteidigung auf eine zweite Verschiebung des Termins ab. McVeigh kann dagegen allerdings noch Berufung einlegen. Die Anwälte hatten den Antrag damit begründet, dass das Bundeskriminalamt FBI der Verteidigung beim Prozess mehrere tausend Akten vorenthalten hat. Sie kamen erst vor vier Wochen ans Licht. Darin könnte es nach Ansicht der Verteidiger Hinweise geben, dass außer McVeigh und dem zu lebenslanger Haft verurteilten Terry Nichols weitere Personen an dem Anschlag beteiligt gewesen sein könnten.
Nach der FBI-Panne war die Hinrichtung durch eine Giftspritze bereits einmal um vier Wochen verschoben worden. McVeigh hat zugegeben, vor sechs Jahren in Oklahoma City eine Bombe gezündet zu haben, die 168 Menschen in einem Bundesgebäude in den Tod riss. Findet die Hinrichtung statt, dann ist McVeigh der erste Verurteilte seit 38 Jahren, der in den USA von der Bundesjustiz getötet wird.