Oktoberfest: Gas-Angst auf der Wiesn - DER SPIEGEL
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Erster Abend der Wiesn: Feierei und Polizeieinsätze

Foto: Johannes Simon/ Getty Images

Oktoberfest Gas-Angst auf der Wiesn

Das größte Volksfest der Welt begann für einige Besucher mit einem Schock: Aus Angst vor einem Gasanschlag liefen Menschen aus einem Bierzelt panisch ins Freie. Ein Mann hatte Tränengas versprüht. Rund 30 Personen erlitten Augenverletzungen.
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München - Die Oktoberfest-Besucher feierten den ersten Abend des größten Volksfestes der Welt. Doch kurz vor 20 Uhr klagten plötzlich mehrere Personen im Schützen-Festzelt über ein starkes Brennen in den Augen. Mehrere Menschen rannten panisch ins Freie, die Blaskapelle hörte auf zu spielen.

Augenzeugen berichten, ein Mann sei durch die Gänge des Bierzeltes gelaufen und habe Tränengas unter die Tische gesprüht. "Der Täter hat vermutlich Pfefferspray unter einer Bierbank verteilt", gab ein Sprecher der Wiesn-Wache an. Es sei nur ein sehr kleiner Teil des Zeltes betroffen gewesen.

"Der Tisch befand sich zum Glück sehr nah am Ausgang, die Menschen konnten gleich an die frische Luft", so der Sprecher. Rund 30 Personen wurden wegen Augenverletzungen ambulant behandelt. Das Festzelt wurde von der Feuerwehr gelüftet, danach durften die Oktoberfest-Gäste wieder anstossen.

Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung. Beamten konnten einen Verdächtigen festnehmen und eine Spraydose sicherstellen. Derzeit werden mögliche Zeugen vernommen.

Die Sicherheitsvorkehrungen wurden in diesem Jahr bereits verschärft. Knapp 200 Betonpoller sollen das Volksfest gegen mögliche Terroranschläge per Fahrzeug abschirmen, rund 500 Polizeibeamte sind im Einsatz. Außerdem sollen drei Sperrgürtel für Sicherheit sorgen. Anzeichen für eine konkrete Bedrohung gibt es aber nicht.

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