Ausbruch des Ontake in Japan Bergsteiger geraten in tödlichen Ascheregen
Ausbruch des Ontake in Japan: Bergsteiger geraten in tödlichen Ascheregen
Foto: AP/dpaTokio - Die Aschewolke kam plötzlich, stieg kilometerhoch und hat offenbar mehrere Menschen das Leben gekostet: Beim Ausbruch des Vulkans Ontake in Japan sind nach Angaben der örtlichen Polizei mehr als dreißig leblose Bergsteiger geborgen worden. Zunächst war nur von Verletzten berichtet worden, die aus Furcht vor einer neuen Eruption die Nacht in Schutzhütten verbracht hatten.
Der 3067 Meter hohe Vulkan war am Samstagmittag unvermittelt ausgebrochen. Zu Beginn des Ausbruchs hielten sich etwa 250 Bergwanderer auf seinem Gipfel auf. Mittlerweile bedeckt die Hänge eine bis zu 20 Zentimeter dicke, graue Ascheschicht. Nach unbestätigten Berichten liegen noch Wanderer unter der niedergegangenen Asche.
Wegen der Gefahr weiterer Eruptionen mussten rund vierzig Bergsteiger, darunter Schwerverletzte, die Nacht auf Hütten am Berg verbringen. Laut lokaler Medienberichte sollen zunächst 150 Menschen nahe des Gipfels in Berghütten Schutz gesucht haben, einigen sei der Abstieg gelungen.
Vulkanausbruch in Japan: Wanderer am Ontake unter tödlichem Ascheregen begraben
Hubschrauber des Militärs flogen am Sonntagmorgen die ersten Wanderer ins Tal, berichteten lokale Medien. Rund 550 Soldaten, Polizisten und Feuerwehrleute beteiligen sich seit Samstagnachmittag an der Such- und Rettungsaktion für die Dutzenden Bergsteiger.
Ob der Ausbruch weiter andauert, ist unklar. Am Samstag hatte es geheißen, es gebe keine Anzeichen, dass die Aschewolke schwächer werde und abziehe. Der Ontake-Vulkan erhebt sich zwischen den Zentralprovinzen Nagano und Gifu. Beim der letzten großen Eruption von 1979 spie der Berg mehr als 200.000 Tonnen Asche. Eine weitere kleinere Eruption ereignete sich 1991, gefolgt von mehreren vulkanischen Beben im Jahr 2007.
Die Region ist ein beliebtes Wandergebiet. Vor allem im Herbst kämen viele Besucher, sagte der Betreiber einer Wanderhütte.