Opec-Anschlag Ex-Terrorist vor Gericht
Frankfurt/Main - Der Prozess um den Opec-Überfall begann mit der Aussage des 52-jährigen Klein. Er schilderte zunächst seine Jugend, die Hinwendung zu linken Kreisen Frankfurter Studenten und seine Zeit bei der Bundeswehr. Der mitangeklagte Rudolf Schindler, 57, verweigerte jede Aussage. Beide Angeklagten waren in Handschellen in den Gerichtssaal geführt worden. Der Prozess findet unter strengen Sicherheitsauflagen statt.
Staatsanwalt Volker Rath hatte zu Beginn die Anklage verlesen, die beiden gemeinschaftlich begangenen Mord vorwirft. Klein hatte im Dezember 1975 dem sechsköpfigen Terrorkommando angehört, das unter dem Befehl des Venezolaners Ilich Ramirez Sanchez alias Carlos die Konferenz der Erdöl exportierenden Länder gestürmt hat.
Bei dem Überfall waren drei Menschen ums Leben gekommen. Klein, so die Anklage, habe die rigorosen Schießbefehle und die geplante, später aber nicht in die Tat umgesetzte Ermordung der saudischen und iranischen Ölminister gekannt und mitgetragen. Schindler soll Klein nach dessen früheren Aussagen angeworben und das Kommando unterstützt haben. Er hat dies bislang abgestritten.
Klein sagte sich schon vor mehr als 20 Jahren vom Terrorismus los. Er war im September 1998 in einem Dorf in der Normandie festgenommen worden.