Ostafrika Mehrere Tote bei schwerem Erdbeben
Hamburg - Unter den Opfern befänden sich auch Kinder, hieß es. In der Ortschaft Kalemie im Osten Kongos seien zudem zahlreiche Menschen verletzt worden. Das US-Institut für Geologie USGS teilte mit, die Erschütterungen um 13 Uhr MEZ hätten eine Magnitudenstärke von 6,8 gehabt. Die Straßburger Erdbebenwarte meldete sogar eine Stärke von 7,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum habe etwa zehn Kilometer tief unter der Oberfläche des Tanganjika-Sees gelegen, etwa 55 Kilometer südöstlich der Stadt Kalemie (Demokratische Republik Kongo) und 150 Kilometer südlich von Kigoma (Tansania).
Von Nairobi sei es etwa 975 Kilometer entfernt gewesen. Zu spüren war es jedoch auch in der kenianischen Küstenstadt Mombasa, im Süden Tansanias an der Grenze zu Sambia und Malawi und an den Ufern des Victoriasees.
In der kenianischen Hauptstadt Nairobi flüchteten Angestellte in Panik aus ihren Büros. Auch aus der kongolesischen Ortschaft Kabalo am Fluss Lukuga, 300 Kilometer östlich von Kalemie, wurden Schäden gemeldet.
Laut UN-Angaben dauerte das Beben 30 Sekunden.
Nach Auskunft des Straßburger Erdbebenforschers Christophe Deperetti könnte die Tiefe des Bebens erklären, warum das Beben über mehrere hundert Kilometer hinweg zu spüren war. Sie lasse ebenfalls hoffen, dass möglicherweise vergleichsweise wenig Schäden entstanden: "Je näher Beben an der Erdoberfläche liegen, desto zerstörerischer sind sie." Deperetti zufolge sind Erdbeben in dieser Region Afrikas eher selten. Die Zone liege nicht in einem Gebiet, wo Erdplatten aufeinanderstoßen, erläuterte der Forscher.
Das letzte Beben wurde dort im Oktober 2000 gemessen, es erreichte eine Stärke von 6,7.