Osterwetter Der April eiert rum
Hamburg - Seit Wochen ist kein beständiges Frühlingshoch in Sicht. Der Grund: Ein übergangsloser Temperatur-Staffellauf der Tiefdruckgebiete "Quicky" und "Renate". "Theresa" ist zurzeit unterwegs und sorgt für typisch wechselhaftes Aprilwetter mit milder, aber wolkenreicher Luft, Sonne und Regen. "Diese Wetterlage wird öfter im Frühling beobachtet und teilt Deutschland in zwei Teile ", bestätigt Jens Hoffmann vom Deutschen Wetterdienst in Frankfurt.
Im Klartext bedeutet das für die nächsten Tage viel Sonne und Temperaturen zwischen 21 bis 26 Grad im Süden und Osten, Wolken, gelegentlicher Regen und niedrigere Quecksilberwerte im Westen und Norden. "Die Wetterlage ist nicht eindeutig und klar", prognostizierte auch Susanne Sanchez vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach die Wetteraussichten für die Karwoche.
Das März-Wetter bestimmte sich bei Wolken, Regen, Wind, Schnee und Lawinengefahr bereits wenig freundlich. Diese als negativ empfundene Tendenz wird durch die aktuelle Frühlingswetter-Bilanz bestätigt. Der April zeigte sich gewohnt launisch und stellte Sonnenentwöhnte nach langen, kalten Wintertagen mit neuerlichem Raureif, Schnee und Glatteis, etwa im Oberharz und in der Voreifel, weiter auf die Geduldsprobe.
Der Aprilwetter-Zirkus "Sonne, Regen, Gewitter" scheint allein der Tierwelt nichts auszumachen. Amselsingen, Entenbalz und Frühlingsknospen signalisieren Frühlingseuphorie total. Beim Menschen herrscht dagegen beim Thema Frühlingswetter vorwiegend Enttäuschung. Einziger Trost: Es ist ideales Pflanzwetter, da kein Nachtfrost erwartet wird.