Wetter: Sonne am Ostermontag
Osterwetter Sonnenstrahlen locken Deutsche ins Freie
Hamburg - Die guten Nachrichten zuerst: Blauer Himmel und Sonnenschein haben in weiten Teilen Deutschlands Menschen zu Spaziergängen ins Freie gelockt. An Nord- und Ostsee waren die kostenlosen Strandkörbe schnell belegt. In Hamburg zog es Wassersportler mit Kanus und Segelbooten auf die Alster. Auch in weiten Teilen Bayerns ließ die Sonne sich blicken. In den Skigebieten herrschten beste Pistenbedingungen.
In manchen Regionen - vor allem im Nordosten Deutschlands - war es laut Deutschem Wetterdienst (DWD) der kälteste März seit 130 Jahren. Auch für Berlin gilt dieser Kälterekord. Und der Frühling lässt in Deutschland weiter auf sich warten: Bis zumindest Ende der Woche bleibt es dem DWD zufolge überwiegend kalt, im Süden und Osten sind weiterhin Schneefälle möglich. Die Temperaturen könnten über der Schneedecke auf unter minus zehn Grad fallen.
"Das sind zwar für April ziemlich kalte - aber dort, wo derzeit Schnee liegt - nicht unbedingt rekordverdächtige Werte", teilte der DWD mit. "Tagsüber kann es im Südwesten und Süden vereinzelt mal zehn Grad werden, aber das wird eher die Ausnahme sein."
Am Dienstag ist es im Süden und Osten laut Vorhersage dicht bewölkt, im Südosten fallen Schnee oder Schneeregen. An den Alpen seien mehr als fünf Zentimeter Neuschnee möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen einem und vier Grad, bei Sonnenschein zwischen fünf und acht Grad. Nachts sinken die Temperaturen in den Minusbereich. Erst am Sonntag - pünktlich zum Beginn der Sommerzeit - hatte es in vielen Teilen Deutschlands geschneit.
Überschwemmungen in Spanien und Portugal
In Spanien und Portugal waren die Osterfeiertage weitgehend verregnet. In manchen Gegenden wurde sogar Hochwasseralarm ausgerufen. Bei Ciudad Real südlich von Madrid hielt eine Brücke über einen überfluteten Fluss nicht stand: Drei Menschen kamen ums Leben, weil ein Lastwagen und ein Pkw ins Wasser stürzten.
In der Gegend von Albacete im Südosten Spaniens saßen mehr als hundert Menschen auf einem Campingplatz fest - die einzige Zufahrtsstraße war wegen einer Überschwemmung unpassierbar. In Nordspanien bestand vor allem an den Flussläufen des Duero und des Ebro Hochwassergefahr. Mehrere Stauseen waren nach langen Regenfällen bis an ihre Kapazitätsgrenzen gefüllt und mussten Wasser abfließen lassen.
In Portugal waren nach Angaben der Behörden in der Region von Viseu und Santarém im Zentrum des Landes mehrere Dörfer wegen überschwemmter Straßen von der Außenwelt abgeschnitten. Dutzende Fernstraßen wurden wegen Hochwasser gesperrt.
Heftige Schneefälle in Osteuropa
In Polen waren hunderttausend Haushalte infolge des Winterwetters ohne Strom. Betroffen seien Bewohner im Nordosten und im Zentrum des Landes, teilte der nationale Energieversorger PGE mit. Ursache für den Zusammenbruch der Stromnetze seien vor allem umgestürzte Bäume, die unter den Schneemassen eingeknickt seien.
Innerhalb von 24 Stunden gingen in fast allen Landesteilen etwa 30 Zentimeter Schnee nieder. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt war es vielerorts glatt. Die Polizei empfahl, möglichst auf Autofahrten zu verzichten.
Noch mehr Schnee fiel in Tschechien und der Slowakei, wo innerhalb von 24 Stunden bis zu 40 Zentimeter gemessen wurden. Laut einem Bericht der tschechischen Nachrichtenagentur CTK wurde der Verkehr in einigen Regionen durch vereiste Straßen massiv behindert.