Overath: Bericht über Geständnis des Dreifachmörders - DER SPIEGEL
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Overath Bericht über Geständnis des Dreifachmörders

Der mutmaßliche Dreifachmörder von Overath soll die Taten gestanden haben. Dies geht laut einem Medienbericht aus einem Bekennerbrief hervor.
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Köln - Das Schreiben mit dem Titel "Denkschrift - Offener Brief - Artikel" liegt dem "Kölner Stadtanzeiger" vor. Dem Blatt zufolge bekennt sich der 45-jährige Hauptverdächtige darin zu den Morden an einem Anwalt, dessen Frau und der gemeinsam Tochter in deren Overather Kanzlei am 7. Oktober. Offiziell hat sich der Mann nach Angaben der Kölner Staatsanwaltschaft noch nicht zu den Taten bekannt.

In dem mit rechtsradikalen Sentenzen gegen das "deutsche Rechtswesen" durchsetzten Pamphlet rechtfertige der mutmaßliche Dreifachmörder das Verbrechen als politisches Kampfmittel, meldet die Zeitung. "Nach jahrelanger Analyse des Deutschen Volkes und Rechtswesens und angesichts zahlloser Opfer, deren Schicksal mir täglich das Herz zerreißt, war die Exekution dieser drei wertlosen zerstörerischen Elemente mehr als notwendig", heißt es in dem Brief.

Seit vergangenen Mittwoch sitzt der Verdächtige in Untersuchungshaft. Am 7. Oktober soll er in Overath einen 61-jährigen Rechtsanwalt, dessen 53-jährige Ehefrau und ihre 26-jährige Tochter mit Kopfschüssen aus einer großkalibrigen Pumpgun getötet haben. Als Motiv gilt Wut wegen eines Rechtsstreits über 10.000 Euro Miete, bei dem der Anwalt die Gegenseite vertrat. Die 19-jährige Freundin des Festgenommenen wird der Mithilfe verdächtigt. Der Ermittlungsrichter hat gegen beide Haftbefehl wegen des Verdachts des gemeinschaftlich begangenen Mordes in drei Fällen erlassen.