Pakistan: Bundesregierung stockt Erdbebenhilfe auf - DER SPIEGEL
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Pakistan Bundesregierung stockt Erdbebenhilfe auf

Eine Kältewelle, hüfthoher Schnee in den Hochtälern und durchnässte Zelte in den Lagern der Erdbebenopfer im Nordosten Pakistans haben Berlin zu einer neuen Soforthilfe veranlasst: Warme Bekleidung, Decken und Öfen sollen die Misere mindern.
Von Joachim Hoelzgen
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Islamabad - "Viele Menschen, vor allem jene oberhalb der Schneefallgrenze, überleben nur noch unter äußerst schwierigen Bedingungen", heißt es dazu in einer Stellungnahme des Außenministers Frank-Walter Steinmeier, verbreitet von der deutschen Botschaft in Islamabad. Mit der "dringend benötigten" humanitären Hilfe sollten die Menschen "durch den Winter gebracht werden".

Doch eine Million Euro, mit der das bisherige Soforthilfe-Budget auf knapp 19 Millionen anwächst, ist nicht gerade eine überwältigende Erhöhung. Die Lage in vielen Zeltlagern ist desperat, und allein in den Hochtälern hausen 400.000 Menschen in Gebäuden, die völlig durchnässt sind.

Dorthin setzen immerhin die Heeres-Helikopter ihre Flüge fort - eine weitere wichtige Soforthilfe, da die Uno ihre Flüge in die Region südwestlich von Muzaffarabad noch nicht wieder aufgenommen hat. Dörfler hatten in der einsamen Gegend zwei der Uno-Hubschrauber gestürmt. Sie ließen sich ausfliegen, um der beißenden Kälte zu entkommen.

Als Abgesandter Steinmeiers besuchte Islamabad-Botschafter Gunter Mulack heute das deutsche Feldhospital und die Helikopter-Basis des Heeres. Dann, im Stadion von Muzaffarabad, übergab er dem Gesundheitsminister des pakistanisch verwalteten Kaschmir eine Röntgenausstattung, Ultraschall- und EKG-Geräte sowie ein Sortiment chirurgischer Instrumente. Die zusätzliche Winterhilfe war bis dahin noch nicht angekommen.