Pakistan Dutzende erstickte Flüchtlinge in Container entdeckt
Quetta - Als pakistanische Beamte am Samstag nach einem Hinweis einen mit dem Container beladenen Lastwagen kontrollierten, bot sich ihnen ein schreckliches Bild: Dutzende Leichen lagen in dem Verschlag. Wie ein Polizeisprecher in der südwestpakistanischen Grenzstadt Quetta mitteilte, seien etliche weben Sauerstoffmangels bewusstlose Flüchtlinge ins Krankenhaus gebracht worden. Die Zahl der Toten könne möglicherweise noch steigen.
Die Agentur Reuters sprach von 43 Toten, AP zufolge gibt es mindestens 62 Opfer. Der Fahrer des Lkw und sein Beifahrer flohen offenbar, als sie bemerkten, dass einige der Afghanen gestorben waren. Anwohner hatten den Angaben zufolge Geräusche aus dem Inneren des Containers gehört und die Polizei gerufen.
Der Verwesungsgeruch im Inneren des Containers deute daraufhin, dass einige der Opfer schon vor mehreren Tagen erstickt seien, sagte der Sprecher. Bei den meisten von ihnen handele es sich um Afghanen.
Der Container war den Angaben zufolge auf dem Weg von Afghanistan über Pakistan in den Iran. Die Flüchtlinge wollten aber vermutlich nach Europa oder in die reichen Golfstaaten gelangen.