Pakistan: Geheimdienst wähnt sich dicht auf Bin Ladens Fersen - DER SPIEGEL
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Pakistan Geheimdienst wähnt sich dicht auf Bin Ladens Fersen

Es war die erste Pressekonferenz in der Geschichte des pakistanischen Geheimdienstes. Und es ging um den meistgesuchten Mann der Welt: Osama Bin Laden. "Wir scheinen nur wenige Stunden hinter ihm zu sein", glauben die Fahnder.
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Islamabad - Ein Sprecher des Geheimdienstes ISI erklärte, Informationen des festgenommenen Chalid Scheich Mohammed "bringen uns Osama deutlich näher". "Wir scheinen nur wenige Stunden hinter ihm zu sein", sagte er. ISI zeigte ein kurzes Video von der Festnahme Mohammeds am 1. März; Mohammed gilt als Drahtzieher der Anschläge vom 11. September.

Mohammed habe ausgesagt, er habe Bin Laden im Dezember getroffen, erklärte der Geheimdienst. Der Festgenommene habe sich jedoch nicht zu dem Ort des Treffens geäußert. Mohammed habe außerdem Briefe bei sich gehabt, die nach seinen Angaben von Bin Laden geschrieben wurden.

Die Fahnder seien sich allerdings nicht sicher, ob man Scheich Mohammeds Aussage zu dem Treffen mit Bin Laden trauen könne, da er sich weigere, den Ort des Treffens zu nennen. "Ich glaube ihm nicht, solange er uns nicht den Ort und Zeugen genannt hat", sagte der Geheimdienstsprecher.

Gemeinsam mit Mohammed waren der mutmaßliche Finanzier der Anschläge, Mustafa al-Hisawai, und der Pakistaner Ahmed Abdul Kudus gefasst worden. Kudus soll Verbindungen zu der radikalen Organisation Jamaat-e-Islami haben.

Pakistanische Berichte über weitere Festnahmen aus dem Führungskreis al-Qaidas und zweier Söhne Bin Ladens hatten am Freitag für Verwirrung gesorgt. Die Berichte wurden aber nicht bestätigt.