Pakistan: Hunderte Tote nach Dammbruch befürchtet - DER SPIEGEL
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Pakistan Hunderte Tote nach Dammbruch befürchtet

Beim Bruch eines Dammes im Südwesten von Pakistan sind vermutlich mehrere hundert Menschen ums Leben gekommen. Wie ein Vertreter der Provinzregierung von Balutschistan mitteilte, wurden bereits 50 Leichen geborgen.
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Quetta - Zwischen 400 und 500 Menschen gelten den Angaben zufolge als vermisst. Der 150 Meter lange Shadikor-Damm in der Nähe der Ortschaft Pasni war gestern Abend nach Dauerregen gebrochen. Mindestens fünf Dörfer wurden vollständig überflutet. Nach Augenzeugenberichten wurden rund 2500 Menschen von den Wassermassen eingeschlossen.

Zwar habe die Armee mit den Rettungsarbeiten begonnen, teilte Kabinettsmitglied Sher Jan Baluch mit. Er befürchte jedoch, dass die bis zu 500 Vermissten ins Arabische Meer gespült wurden. Es bestehe die Möglichkeit, dass einige Schutz in Gebäuden oder dem umgebenden Gelände gesucht hätten. Generalmajor Shaukat Sultan, Sprecher von Präsident Pervez Musharraf, wollte sich zu der Zahl der Toten nicht äußern.

Soldaten war es gelungen, mit Hubschraubern und Booten etwa 1200 Bewohner zu retten. Pakistan wird nach Angaben von Meteorologen seit einer Woche von den heftigsten Regen- und Schneefällen seit sieben Jahren heimgesucht. Augenzeugen berichteten von Lastwagen und Tankschiffen, die ins Meer gespült wurden. Telefonverbindungen, zahlreiche Straßen und acht Brücken in dem Gebiet seien von den Wassermassen zerstört worden, sagte Armeesprecher Mudasser Butt in Quetta.

Auch in anderen Teilen der Provinz Balutschistan gab es Opfer: Zwei Männer starben, als die Wassermassen am frühen Morgen einen Bus umwarfen. Mindestens drei Soldaten kamen vermutlich im Nordwesten Pakistans ums Leben, als eine Schlammlawine auf einer Bergstraße ihre Fahrzeuge unter sich begrub.

Ungewöhnlich heftige Regen- und Schneefälle hatten bereits in der vergangenen Woche 37 Menschenleben in anderen Landesteilen gefordert. Zahlreiche Bewohner der betroffenen Regionen wurden verletzt, viele gelten noch immer als vermisst.