Pakistan: Mindestens 400 Tote nach Unwettern - DER SPIEGEL
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Pakistan Mindestens 400 Tote nach Unwettern

Erdrutsche und Überschwemmungen: Schwere Unwetter haben in Pakistan viele Tote gefordert. Ganze Landstriche sind von der Außenwelt abgeschnitten, hunderte Kilometer Straßen wurden weggespült. Zwar sind für die kommenden Tage weniger starke Regenfälle vorhergesagt - doch noch steigen die Flusspegel.
Flüchtende im Gebiet Nowshera: "Beispiellose" Niederschlagsmengen
Flüchtende im Gebiet Nowshera: "Beispiellose" Niederschlagsmengen

Flüchtende im Gebiet Nowshera: "Beispiellose" Niederschlagsmengen

Foto: ADREES LATIF/ REUTERS
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Pakistans

Peshawar - Nach heftigen Unwettern sind im Norden in den vergangenen Tagen mehr als 400 Menschen ums Leben gekommen. Von den Erdrutschen und Überschwemmungen seien mindestens 600.000 Menschen betroffen, teilten die Behörden am Freitag mit. Hunderte Häuser und tausende Hektar Ackerland wurden demnach zerstört, ganze Landstriche von der Außenwelt abgeschnitten.

In der Provinz Khyber Pakhtunkhwa im Nordwesten des Landes wurden bislang 408 Todesopfer gemeldet, wie der Informationsminister der Provinz, Mian Iftikhar Hussain, sagte. Weitere 150 Menschen werden demnach noch vermisst. "Das sind die schlimmsten Überschwemmungen in Khyber Pakhtunkhwa in der Geschichte des Landes", sagte der Minister. Straßen auf einer Länge von mindestens 200 Kilometern seien weggespült worden.

Aus vielen Gebieten liegen noch keine Meldungen vor

Auch der Karakoram Highway, der Pakistan mit China verbindet, musste den Angaben der Behörden zufolge geschlossen werden. Die Distrikte Swat, Shangla und Peshawar wurden wegen überspülter Straßen von der Außenwelt abgeschnitten.

Mindestens 300 Todesfälle verzeichnete die größte pakistanische Hilfsorganisation Edhi Foundation in Khyber Pakhtunkhwa. Mindestens 25 Menschen kamen demnach in der Stadt Muzaffarabad im von Pakistan kontrollierten Teil der Kaschmir-Region ums Leben. Ein Sprecher der Organisation befürchtete unterdessen eine deutlich höhere Opferzahl, da aus vielen Gebieten noch keine Meldungen vorlägen.

Angesichts weiter steigender Pegelstände von Flüssen in der Region erwarteten auch die Behörden weitere Opfer durch die Unwetter. In den vergangenen 36 Stunden fiel nach Angaben der Wetterdienste im Nordwesten des Landes eine "beispiellose" Niederschlagsmenge von mehr als 300 Millimetern pro Quadratmeter. Für die kommenden Tage sagten die Meteorologen allerdings weniger starke Regenfälle voraus.

luk/AFP