Pakistan: Starke Nachbeben lösen Panik aus - DER SPIEGEL
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Pakistan Starke Nachbeben lösen Panik aus

Die Katastrophenregion in Pakistan ist erneut von zwei schweren Nachbeben erschüttert worden. In Balakot verschüttete ein Erdrutsch mehrere Straßen. Die Menschen gerieten in Panik.
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Muzaffarabad - Das erste Beben heute Morgen hatte eine Stärke von 5,8. In der Hauptstadt Islamabad schwankten die Gebäude für mehrere Sekunden. Eine Dreiviertelstunde später folgte ein weiterer Erdstoß der Stärke 5,6. Die Menschen rannten in Panik aus Häusern und Notunterkünften ins Freie. Ob jemand verletzt wurde, ist noch unklar.

Das Epizentrum des Bebens lag in der Stadt Mansehra, die rund hundert Kilometer nördlich von Islamabad liegt - nicht weit vom Epizentrum des Erdbebens vom 8. Oktober. Dieses Beben hatte eine Stärke von 7,6. Mindestens 42.000 Menschen kamen dabei ums Leben, mehr als drei Millionen wurden obdachlos. Nach Einschätzung des Nationalen Erdbebenzentrums der USA ist noch mit zahlreichen weiteren Nachbeben zu rechnen. "Sie sind nicht vorbei", sagte der Seismologe Waverly Person. Weil das Epizentrum des Bebens vom 8. Oktober in geringer Tiefe gelegen habe, könne es sein, dass es noch ein Jahr lang zu Nachbeben komme.

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf schlug für die am schlimmsten betroffene Region Kaschmir vor, die Grenzkontrollen weitgehend aufzuheben, um so die gegenseitige Hilfe zu erleichtern. Indien, das wie Pakistan Anspruch auf das geteilte Kaschmir erhebt, begrüßte den Vorschlag.