Panik in New York: Entlaufener Tiger jagte Kirchenchor - DER SPIEGEL
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Panik in New York Entlaufener Tiger jagte Kirchenchor

Preisfrage: Wie erklärt man seiner Autoversicherung, dass der Unfall nur zustande kam, weil gerade ein Tiger über die Fahrbahn lief? Zum Glück für zwei New Yorker Autofahrer gibt es genug Zeugen des Unfalls: Ein entlaufener Tiger trieb eine in Panik geratene Menschenmenge vor sich her.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

New York - Angst, heißt es, verleiht Flügel, und "Apollo" kann einem Menschen schon Angst machen. Der sieben Jahre alte Bengal-Tiger lief seinem Dompteur davon, als der ihn zu einer Vorführung im Zelt des Zirkus "New Cole Brothers" führte, berichtet das New Yorker Blatt "Daily News". Innerhalb weniger Minuten trieb er eine Menge panischer Menschen vor sich her.

Zunächst machte sich Apollo auf in den Forest Park im New Yorker Bezirk Queens, wo er auf die rund hundert Mitglieder eines Kirchenchores traf. Eine Szene wie aus einem Slapstick-Film, nur erheblich beängstigender: "Wir dachten erst, das sei ein besonders großer Hund", berichtete eine Sängerin. "Aber hinter ihm kam der halbe Zirkus angelaufen, selbst der Clown war dabei."

"Wir sind noch nie in unserem Leben derartig schnell gelaufen", bestätigte auch ein 45-Jähriger Mann der Zeitung. Schnell lief auch der Dompteur, ausgerüstet mit einem mobilen Käfig. Als Apollo am Rande des Parks zwei Autofahrer dermaßen schockte, dass sie mit einigem Blechschaden ineinander krachten, konnte der Dompteur aufholen und den Tiger mit Hilfe einiger saftiger Fleischbrocken in den Käfig bugsieren.