Panne bei Flugsicherung Skyguide-Lotsen sahen schwarz
Zürich - Die Fluglotsen lösten das Notfallkonzept aus, stoppten den angekündigten Verkehr und betreuten die im Luftraum befindlichen Flugzeuge per Funk. Maschinen im Landeanflug wurden vom Tower des Flughafens betreut, der nicht von den Problemen betroffen war.
Zum Zeitpunkt des Vorfalls um kurz nach halb acht am Dienstagabend sei das Verkehrsaufkommen gering gewesen, hieß es. Das Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) sei eingeschaltet worden, um die Ursache der Störung zu klären. Bislang ist es unklar, wie es zu dem Ausfall kommen konnte.
Skyguide war bereits mehrmals in den Schlagzeilen: Eine Serie von Fehlern hatte im Juli 2002 zum schwersten Flugzeugunglück in der Bundesrepublik geführt, als zwei Flugzeuge über dem Bodensee kollidierten. Zwar hatten die bordeigenen Radarwarngeräte damals die Besatzungen rechtzeitig gewarnt und korrekte Ausweichmanöver angezeigt. Doch bei Skyguide waren zwei Systeme zur Wartung abgeschaltet, der Fluglotse gab dem Tupolew-Piloten einen falschen Ausweichbefehl.