Pannen bei Millionärs-Quiz: Falsch oder falsch? - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Pannen bei Millionärs-Quiz Falsch oder falsch?

Einige Kandidaten der internationalen "Wer wird Millionär?"-Shows lassen sich auf dem Weg zum Millionengewinn nur von peinlichen Pannen stoppen: In Österreich gab es auf eine Frage keine richtige Antwortmöglichkeit, die Produzenten der türkischen Ausgabe verzählten sich bei den Sternen auf der EU-Flagge.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Wien/Istanbul - In der österreichischen "Millionenshow" auf dem Sender ORF hatte es Kandidat Peter Prinz diesmal besonders schwer: Bei der 15.000-Euro-Frage waren alle vier vorgegebenen Antworten falsch. "Wer gewann 1952 bei den Olympischen Spielen eine Silbermedaille im Schwimmen?", hatte ihn Moderatorin Barbara Stöckl gefragt, als Lösung standen Johnny Weissmüller, Bud Spencer, Gunther Philipp und Bruno Kreisky zur Wahl.

Prinz entschied sich für Weissmüller. Falsch geraten, meinten zumindest Stöckl und der Computer, Bud Spencer sei's gewesen. Und tappten damit ebenfalls ins Fettnäpfchen: Obwohl die Fragen "sorgfältig recherchiert und überprüft" würden, sei keine der Antwortmöglichkeiten korrekt gewesen, meldete jetzt der ORF in einer Pressemitteilung. Spencer sei bei Olympia 1952 zwar am Start gewesen, hätte aber keine Medaille gewonnen. Als Wiedergutmachung darf Kandidat Prinz jetzt für eine neue 15.000-Euro-Frage ins Studio.

In der Türkei blamierte sich die Produktionsfirma von "Wer möchte 500 Milliarden?" - in türkischer Lira natürlich - mit einer Frage über die Europäische Union. Kandidat Nevzat Basaran sollte die Anzahl der Sterne in der EU-Flagge nennen, "12", "13", "14" oder "15" wurden ihm als Lösung angeboten.

Als der ratlose Basaran den "50:50"-Joker nutzte, ließ der Computer neben der "13" auch die richtige Antwort "12" verschwinden. Der Kandidat entschied sich unter den übrig gebliebenen Möglichkeiten für die "14", der Moderator erklärte aber ebenso falsche "15" zur richtigen Lösung - Basaran schied aus. Jetzt soll der chancenlose Kandidat noch einmal in die Sendung eingeladen werden, meldete die türkische Zeitung "Hürriyet". Die Produktionsfirma habe die Zahl der Sterne mit der Zahl der Mitgliedstaaten verwechselt.