Benedikt XVI. - Die Jugendliebe des Ex-Papsts - DER SPIEGEL
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Benedikt XVI. "Er ist ein hübscher junger Mann gewesen"

Als junger Mann war der ehemalige Papst Benedikt unglücklich in eine Kommilitonin verliebt. Das hat ein Vertrauter nun in einem Interview erklärt.
Papst Benedikt XVI. (Archivbild)
Papst Benedikt XVI. (Archivbild)

Papst Benedikt XVI. (Archivbild)

Foto: GABRIEL BOUYS/ AFP
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Auch Stellvertreter Christi auf Erden sind in ihrer Jugend offenbar nicht vor Frühlingsgefühlen gefeit. Papst Benedikt sei als junger Mann unglücklich verliebt gewesen, sagte ein Vertrauter des Kirchenoberhaupts im Ruhestand.

"Ja, da gab es eine Verliebtheit in seinem Studium, die sehr ernst war", sagte der Autor Peter Seewald einer Beilage der Zeitung "Die Zeit". Die Verliebtheit als junger Mann habe ihm zu schaffen gemacht.

"Er ist wirklich ein sehr smarter Typ gewesen, ein hübscher junger Mann, ein Schöngeist, der Gedichte schreibt und Hermann Hesse liest. Einer seiner Kommilitonen hat mir erzählt, er habe durchaus eine Wirkung auf die Frauen gehabt - und umgekehrt auch. Die Entscheidung für den Zölibat ist ihm nicht leichtgefallen", sagte Seewald.

Eine Verliebtheit als junger Mann ist auch von Papst Franziskus überliefert. Er erzählte in einem Interview, dass ihm im Priesterseminar eine Woche lang als 17-Jähriger ein Mädchen den Kopf verdreht habe.

Am Freitag erscheint Seewalds neuer Interview-Band "Letzte Gespräche", in dem sich der emeritierte Papst Benedikt auch zu seinem Rücktritt äußert.

Seewald zufolge rechnete der heute 89-Jährige nach seinem spektakulären Abschied im Februar 2013 mit dem baldigen Tod: "Er hat selber nicht mehr damit gerechnet, dass er nach dem Amtsverzicht noch lange leben wird." Aber der gebürtige Bayer sei ein "Stehaufmännchen".

"Im einen Moment denkt man: Das war jetzt der letzte Besuch. Beim nächsten Mal merkt man: Er ist neu zu Kräften gekommen. Er sagt dann, auf Bayerisch: 'Jetzt hab ich mich wieder derrappelt'."

cnn/dpa/AFP