Papst Franziskus wird 80 "Ihm liegt das Feiern nicht so"
Papst Franziskus feiert an diesem Samstag seinen 80. Geburtstag. Bei einer Messe in der Paulinischen Kapelle im Apostolischen Palast im Vatikan kam er am Morgen mit allen Kardinälen zusammen, die in Rom wohnen. "Es ist ruhig, das Alter, und fromm", zitierte das Oberhaupt der katholischen Kirche auf Deutsch den Dichter Friedrich Hölderlin.
Der am 17. Dezember 1936 in Buenos Aires geborene Argentinier wollte seinen Geburtstag nach Angaben des Vatikans wie einen ganz "normalen" Tag verbringen. Unter anderem stand ein Treffen mit der Präsidentin Maltas auf seinem Tagesprogramm. Am Abend ist ein Benefizkonzert im Vatikan für bedürftige Kinder geplant. Der Papst wird allerdings nicht daran teilnehmen.
Sein Vertrauter aus der alten Heimat Buenos Aires, der Slumpfarrer Pepe Di Paola, hatte im Vorfeld erklärt: "Ihm liegt das Geburtstagsfeiern nicht so." Der Papst freue sich aber über selbst Gebasteltes. "Ich glaube, das ist es, was ihm gefällt: dass die Kinder und die Leute etwas selber machen."
Für Geburtstagsgrüße an den Pontifex hat der Vatikan eigens eine E-Mail-Adresse (PapstFranziskus80@vatican.va) eingerichtet. Und auch via Twitter kann man dem Papst unter dem Hashtag: #Pontifex80 gratulieren.
Schon vor seinem Geburtstag hatten Kirchenvertreter die Verdienste des Argentiniers gewürdigt, darunter der Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm.
Zu den prominentesten Gratulanten zählte US-Präsident Barack Obama. "In Wort und Tat hat Papst Franziskus Menschen rund um die Welt mit seiner Botschaft von Mitgefühl, Hoffnung und Frieden inspiriert", schrieb Obama.
Franziskus hatte vor knapp vier Jahren, im März 2013, das Amt von dem deutschen Papst Benedikt XVI. übernommen, der zurückgetreten war. Ziel des Jesuiten ist es, die katholische Kirche zu reformieren. Den Namen Franziskus nahm er an, weil der heilige Franz von Assisi Genügsamkeit predigte - so wie es auch Papst Franziskus auf seinen Reisen hält, wenn er sich im Kleinwagen chauffieren lässt.
Franziskus setzt sich besonders für die Armen und Bedürftigen ein. Was Themen wie Homosexualität, Zölibat oder Frauen in der Kirche angeht, hat Franziskus zwar Tabuthemen aufgebrochen. Reformer vermissen aber konkrete Beschlüsse.