Vatikan: Papst Leo XIV. muss an der Lunge operiert werden - DER SPIEGEL
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Ankündigung auf dem Petersplatz Papst Leo XIV. muss an der Lunge operiert werden

Das Oberhaupt der katholischen Kirche hat überraschend bekannt gegeben, dass bei ihm ein Knoten in der Lunge entdeckt wurde. Der medizinische Eingriff soll bereits in den kommenden Tagen erfolgen.
Papst Leo XIV. am Sonntag in Rom
Papst Leo XIV. am Sonntag in Rom

Papst Leo XIV. am Sonntag in Rom

Foto: Gregorio Borgia / AP

Papst Leo XIV. hat überraschend angekündigt, dass er sich »in den kommenden Tagen« einer Lungenoperation unterziehen muss. Bei seinem sonntäglichen Angelus-Gebet wandte sich Leo mit einer persönlichen Nachricht an die Gläubigen auf dem Petersplatz: Die Ärzte hätten bei ihm einen Knoten in der Lunge entdeckt. Er befinde sich »im Anfangsstadium« und sei »gut lokalisiert«, sagte er. »Die Ärzte halten einen Eingriff für angebracht. Und daher habe ich mich auf ihren Rat hin entschlossen, mich operieren zu lassen, um ihn entfernen zu lassen.«

Der Eingriff sei bereits für die nächsten Tage geplant. Er rief die Gläubigen zum Gebet für ihn auf. Der 71-Jährige steht seit Mai vergangenen Jahres als erster Pontifex aus den USA an der Spitze von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken.

Bislang keine gesundheitlichen Probleme bekannt

Weitere Einzelheiten zum Gesundheitszustand des Kirchenoberhaupts wurden zunächst nicht bekannt. Leo – mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – gehört in der Geschichte der katholischen Kirche zu den verhältnismäßig jungen Päpsten. Einen Termin für die geplante Operation nannte er nicht.

Seit seiner Wahl im vergangenen Jahr waren keine gesundheitlichen Probleme bekannt geworden. Im Gegenteil: Leo hielt sich mit Tennis, Schwimmen und regelmäßigen Übungen fit. In seiner Wohnung im Apostolischen Palast soll sich nach Presseberichten auch ein Fitnessstudio befinden.

Im kommenden Monat steht für Leo eine fast zweiwöchige Reise nach Uruguay, Argentinien und Peru auf dem Programm. In Peru war der frühere weltweite Chef des Augustinerordens viele Jahre als Missionar und Bischof tätig. Er hat auch die peruanische Staatsbürgerschaft.

Beim Mittagsgebet bekräftigte der Papst seinen Reiseplan. Pilgern aus Peru rief er zu: »Danke für euer Gebet für meinen bevorstehenden Pastoralbesuch in Peru.« Die Reise nach Südamerika ist vom 6. bis 17. November geplant.

Das Pressebüro des Vatikans teilte mit, dass die Genesung nach dem Eingriff voraussichtlich etwa eine Woche dauern werde.

hen/sun/Reuters/KNA/dpa