Papst-Wort "Homo-Ehe verletzt Gottes Menschheitsplan"
Rom - Die Ehe dürfe nicht mit anderen Formen des Zusammenlebens gleichgesetzt werden, sagte der Papst bei einem Besuch neuseeländischer Bischöfe im Vatikan. Der Papst forderte die Delegation auf, sie müssten "die Heiligkeit der Ehe verteidigen".
Im neuseeländischen Parlament wird derzeit über ein Gesetz zur Gleichstellung eingetragener Lebensgemeinschaften diskutiert. Dieses soll sowohl hetero- als auch homosexuellen Partnerschaften viele der Rechte einräumen, die auch Ehepaaren zustehen. Obwohl das Papier keine Heirat für Homosexuelle vorsieht, nennen konservative Kritiker den Vorschlag "Schwulenhochzeitsentwurf".
Bischof Denis George Brown, Präsident der Neuseeländischen Bischofskonferenz, habe den Papst um Unterstützung im Kampf gegen den Gesetzesentwurf gebeten, teilte der Vatikan mit. Die Delegation der Bischöfe, die regelmäßig den Vatikan besucht, wurde von Kardinal Thomas Williams geleitet. Dieser hatte vor einigen Monaten einige Reformpolitiker als "moderne Barbaren" bezeichnet.
In seiner Ansprache beklagte Johannes Paul II. auch andere gesellschaftliche Veränderungen in Neuseeland, insbesondere die abnehmende Zahl der Besucher der Sonntagsmesse. Der Sonntag solle nicht in "unangemessener Weise von Unterhaltung und Sport beherrscht werden", sagte der Papst.