Paris Dicke Luft in der Metro
Paris - Das belegt eine von den Pariser Verkehrsbetrieben RATP jetzt präsentierte Studie. Nach der Untersuchung enthält die Luft in den Metro- und S-Bahn-Gängen neben Stickoxiden fast vier Mal so viele Schwebteilchen wie die Luft einer stark frequentierten Straße. Mit einer Dichte zwischen 30 und 200 Mikrogramm Partikel pro Kubikmeter liege der Wert sogar beim Fünffachen des Wertes, den eine europäische Direktive aus dem vergangenen Jahr bis 2005 festschreibt (40 g/m3).
Ursache sei das besondere Mikroklima des Metro-Systems, für das vor allem die Bremsen und die Lenkung der Züge verantwortlich gemacht werden. Unklar blieb, ob und in welchem Ausmaß diese unsaubere Luft Folgen für die Gesundheit der Menschen hat.
"Die Ventilation erlaubt im schlechtesten Fall vier Mal pro Stunde, im günstigsten Fall 30 Mal pro Stunden eine Erneuerung der Luft. Wir wissen nicht, ob das für die Gesundheit schädlich ist", sagte der zuständige RATP-Experte Alain Caire. Zwei Studien sollen auf diese Frage Auskunft geben.