Explosion in Paris Helfer finden weitere Leiche - nun vier Tote
Explosion in Paris
Foto: CARL LABROSSE/ AFPAusgebrannte Autos, die Straße von Glassplittern und Schutt übersät: Einen Tag nach der schweren Explosion im Zentrum von Paris haben Helfer in den Trümmern ein weiteres Todesopfer gefunden. Die Zahl der Toten stieg damit auf vier, wie die Pariser Staatsanwaltschaft am Mittag mitteilte.
Ob es sich bei der nun gefundenen Leiche um eine vorher als vermisst gemeldete junge Frau handelte, ist noch unklar. Unter den Toten sind offiziellen Angaben zufolge zwei Feuerwehrleute und eine spanische Touristin. Dutzende Menschen wurden verletzt.
Die Explosion hatte sich am Samstag gegen 9 Uhr in der Rue de Trévise, etwa einen Kilometer Luftlinie entfernt von der Pariser Oper, ereignet. Die Behörden gehen davon aus, dass das Unglück durch ein Gasleck ausgelöst worden war.
Rund 100 Polizisten und knapp 200 Feuerwehrleute waren laut Innenministerium nach der Explosion im Einsatz, um die Flammen zu löschen und Hausbewohner über Leitern in Sicherheit zu bringen. Rettungskräfte versorgten die Verletzten vor Ort. Die meisten wurden wegen Kopfverletzungen behandelt. Die Sicherheitsbehörden prüften zudem, ob benachbarte Gebäude beschädigt seien und daraus eine Gefahr entstehen könne.
Der Pariser Stadtrat Alexandre Vesperini aus dem sechsten Arrondissement sagte in einem Interview, das Gasnetz in Paris sei in einem "Zustand des fortgeschrittenen Verfalls". Die Explosion verglich er mit "einer wirklich mörderischen Kanonenkugel".