Paris: Fallschirmspringer stürzt vom Eiffelturm zu Tode - DER SPIEGEL
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Paris Fallschirmspringer stürzt vom Eiffelturm zu Tode

Ein 31-jähriger Norweger hat einen spektakulären Fallschirmsprung mit dem Leben bezahlt. In der Nacht sprang er von der zweiten Etage des Eiffelturms. Doch sein Schirm öffmete sich nicht.
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Paris - Der Mann habe ohne Erlaubnis den Sprung wagen wollen, teilte die Polizei heute in Paris mit. Er habe sich mit zwei anderen Norwegern gestern Abend im insgesamt 324 Meter hohen Eiffelturm versteckt und einsperren lassen.

Den Polizeiangaben zufolge sprang der Mann gegen 22 Uhr mit seinem Fallschirm von der zweiten Etage aus rund 116 Metern Höhe ab, prallte jedoch nach rund 60 Metern freien Falls auf Höhe der ersten Etage auf dem stählernen Bauwerk auf. Wie ein Mitarbeiter der Betreibergesellschaft SNTE heute mitteilte, hatte sich der Fallschirm nicht geöffnet. Der Mann sei sofort tot gewesen, teilte die Polizei mit. Seine beiden Kameraden wurden verhört.

Eine Sprecherin des Außenministeriums in Oslo bestätigte inzwischen, dass es sich bei dem Verunglückten um einen norwegischen Staatsbürger handelte. Angeblich sollen die Norweger zu einem Team gehören, das einen Werbefilm für eine Kleidermarke drehen wollte. Mitglieder des Teams waren zuvor auf dem Dach des 210 Meter hohen Montparnasse-Hochhauses festgenommen worden, wo sie auch einen Fallschirm-Sprung wagen wollten.

Todessprünge vom 320 Meter hohen Eiffelturm sind nach Angaben der Verwaltungsgesellschaft "sehr selten". Beim ersten tödlichen Fallschirmsprung im Jahr 1912 war ein Schneider mit einem selbst entworfenen Fallschirm von der ersten Etage gesprungen und beim Aufprall auf dem Boden tödlich verletzt worden. Das Drama war damals gefilmt worden. Um Lebensmüde abzuhalten, gibt es auf dem Eiffelturm zahlreiche Sicherungen und Absperrungen. Legal darf auf dem Wahrzeichen von Paris nur eine Sondereinheit der Feuerwehr herumklettern, die einmal im Monat gefährliche Einsätze übt.