Pariser Schauen: Von Fellpuschen und nackten Tatsachen - DER SPIEGEL
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Pariser Schauen Von Fellpuschen und nackten Tatsachen

Die einen tragen praktisch nichts, die anderen sind in Fellberge gehüllt: Wenn es nach den Designern bei den Pariser Schauen geht, wird die Mode der kommenden Saison abwechslungsreich - und Herbst und Winter für die modebewusste Frau mitunter kalt.
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Hamburg - Der amerikanische Designer Rick Owens verpasste seinen Models Hobbit-Füße, Wu Yong hüllte sie in ein formloses, weißes Etwas, das an eine überdimensionierte Wolldecke erinnert. Die Stoffe der kommenden Saison sind schwer und dicht, Felle dominieren die Kreationen der Designer beim Auftakt der Pariser Modewoche.

Doch auch das andere Extrem war auf dem Catwalk vertreten: Die Kreationen des Franzosen Gaspard Yurkievich und der Portugiesin Fatima Lopes fielen minimalistisch aus. Viel nackte Haut und transparente Stoffe charakterisierten ihre Entwürfe.

Die Models des niederländischen Designer-Duos Viktor&Rolf hatten schwer zu schleppen: Sie trugen neben den von flämischer Folklore inspirierten Entwürfen Stahlgestänge mit Strahlern und Lautsprechern und zudem grobe Holzpantinen.

Yohji Yamamoto kritisierte mit seinen Kreationen den Markenwahn. Die Initialen seines Namens verzierten als goldene Letter sämtliche seiner Entwürfe - ein Aufdruck, der an das Label Louis Vuitton erinnerte. Ansonsten blieb der Japaner seiner Linie treu und überzeugte durch schlichte Entwürfe.

Wolfgang Joop, mit seiner exklusiven Kollektion Wunderkind in Paris ein relativer Neuling, sorgte mit seinem Mix aus Belle Epoque und Sportswear für Aufsehen. Er wählte gedeckte Farben mit edlem Silber- oder Goldschimmer.

han/dpa