Pariser Sommermode: Dezente Leichtigkeit - DER SPIEGEL
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Pariser Sommermode Dezente Leichtigkeit

Die Pariser Prêt-à-porter-Schauen zeigen in diesen Tagen die Trends des nächsten Frühjahrs. Und wenn es nach den Designern geht, wird munter kombiniert, was der Kleiderschrank hergibt - Hauptsache, die Wahl bleibt dezent.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Paris - Das Paillettentop ist bunt, sehr bunt. Die Hose, die das Model dazu trägt, ist hingegen so unauffällig, dass man sie fast übersieht. Der belgische Designer Dries Van Noten ist in seinem Element. Der Meister von Farb- und Musterharmonien kombiniert, was das Zeug hält, und setzt damit einen der Trends der Pariser Prêt-à-Porter-Woche. Seine Kreationen wirken wie beiläufig zusammengewürfelt, nie penibel geplant.

So mixte der Antwerpener leicht knittrige Seidenparkas, in Regenbogenfarben schillernde Tops und ländliche Baumwollblusen mit Rosendruck. Ein kastiger schmaler Blouson in Nachtblau passt bei ihm zur weißen Jogginghose. Und auch die Schuhe gehorchen dem neuen Mix aus Romantik, Sport und glamourösem Schick: Van Noten erklärt Turnschuhe mit Plateausohle und Keilabsatz zum Pumps-Ersatz.

Die Leichtigkeit stand auch im Vordergrund der Kollektion des spanischen Luxushauses Loewe. Die leicht gerundeten weißen Minikleider mit gekreuzten Trägern, seidenen, blütenbedruckten Tuchkleider und Anzüge aus durchbrochenem Leder erinnerten an den Jet-Set der späten sechziger und frühen siebziger Jahre. Viele leichte Lederentwürfe prägten die Kollektion, die sich in die lange Tradition der Marke bei der Lederverarbeitung einreiht.

Überwiegend gedeckte Töne zeigte auch die griechische Designerin Sophia Kokosalaki. Fließende Stoffe in Orange-, Braun- und silbrigen Grautönen charakterisieren ihre Sommermode. Die Models trugen kurze Pumphosen und geraffte Oberteile.

han/dpa