Parlamentsrede: Abgeordnete setzen sich für Gottschalk ein - DER SPIEGEL
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Parlamentsrede Abgeordnete setzen sich für Gottschalk ein

Eigentlich lässt die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestags nicht zu, dass Thomas Gottschalk seine verlorene Saalwette aus "Wetten dass...?" einlöst und im Parlament redet. Eigentlich. Doch jetzt findet der Moderator Unterstützung auch bei deutschen Politikern.
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Hamburg - Wolfgang Thierse, Bundestagspräsident, hatte Gottschalk eine klare Absage erteilt. Im Bundestag dürften laut Geschäftsordnung nur Abgeordnete und bisweilen Staatspräsidenten reden. Thierses launige Empfehlung: Der Moderator solle sich wählen lassen - oder "Chef eines bedeutenden Staates dieser Welt werden". Thomas Gottschalk wollte daraufhin schon ins Rede-Exil nach Österreich ausweichen.

Inzwischen sind Gottschalk aber einige Politiker zur Seite gesprungen. So hat ihn der Vorsitzende der FDP-Fraktion, Wolfgang Gerhardt, ersatzweise zu einer Fraktionssitzung eingeladen. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung hatte Gerhardt auch eine passende Begründung: Gottschalk sei "ein kluger Kopf, der sich immer wieder in politische Diskussionen eingemischt hat".

Auch die Hinterbänkler Uwe Schummer (CDU) und Jörg Tauss (SPD) können sich Gottschalk am Rednerpult vorstellen. "Es wäre auch für die Abgeordneten eine gute Sache, wenn Herr Gottschalk im Bundestag reden könnte", sagte Schummer. Er könne nicht verstehen, dass Thierse den Redewunsch abblocke. Auch Tauss, in der SPD-Fraktion für Medienfragen zuständig, befürwortet einen Auftritt des Moderators im Hohen Haus - allerdings nicht im Plenarsaal. Gottschalk sollte am besten bei einer Veranstaltung zum Thema Politik und Medien sprechen.