Party Raketenshow am Brandenburger Tor
Berlin - Um Mitternacht stieg am jüngst enthüllten Brandenburger Tor bei frostigen Temperaturen ein Feuerwerk mit mehr als 1800 Raketen in den Himmel. Die inzwischen fast traditionelle Licht-Show an der Siegessäule im Tiergarten fiel dieses Jahr allerdings wegen Geldmangels aus. Bereits am späten Dienstagnachmittag begrüßten die Berliner Philharmoniker mit ihrem traditionellen Silvesterkonzert das neue Jahr.
Die Polizei meldete, bis zum Morgen habe es keine ernsten Zwischenfälle gegeben. In den vergangenen Jahren hatte der innere Festplatz wegen des großen Andrangs zeitweise für später ankommende Gäste gesperrt werden müssen. Das Deutsche Rote Kreuz war mit 170 Helfern und Ärzten präsent.
Bereits Stunden vor der Begrüßung des Jahres 2003 flanierten mehrere Tausend Berliner und Besucher über die 2,5 Kilometer lange Festmeile rund um das Brandenburger Tor.Sechs Bühnen, acht Zelte, zahllose Imbissbuden und ein 40 Meter hohes Riesenrad wurden auf der Partymeile in Berlin aufgebaut. Höhepunkte der Feier waren die Auftritte der Musikbands Bro'Sis, Puhdys und Right Said Fred. 16 DJs legten auf, um bis in den frühen Morgen für Stimmung zu sorgen. Die Gegend rund um das Berliner Wahrzeichen und Teile des Boulevards Unter den Linden sowie die Straße des 17. Juni waren wegen der Feier für den Verkehr gesperrt.
An der Schlittschuhbahn am Rande der Partyzone bildeten sich zeitweise lange Schlangen. Auch Glühweinstände wurden zu Publikumslieblingen. Nach einer Prognose des Deutschen Wetterdienstes in Potsdam sollte es am Brandenburger Tor gegen Mitternacht minus acht Grad kalt sein, später sollte die Temperatur sogar auf minus zehn Grad sinken.
Mit einer Friedensbotschaft haben rund eine Million Menschen in Sydney das neue Jahr 2003 begrüßt. Das diesjährige Feuerwerk stand unter dem Motto "Die Welt in Gemeinschaft". Angesichts der weltweiten Terrorbedrohungen fielen die Feierlichkeiten unter starker Polizeipräsenz ruhiger aus. Das Feuerwerk sei weniger farbenfroh und weit reichend gewesen und erschien nicht wie in den Vorjahren auf den Wolkenkratzern der Stadt. Zum ersten Mal erzählte das Feuerwerk eine Geschichte - unterlegt mit der Musik von Beethoven, Wagner und Tschaikowsky.
In Problembezirken der südafrikanischen Stadt Johannesburg und im französischen Straßburg rechnete die Polizei mit Ausschreitungen. Zum Jahreswechsel 2001/2002 konnten die mehr als 1200 eingesetzten Beamten im Unter-Elsass nicht verhindern, dass allein in Straßburg über 40 Autos angezündet wurden. Jedes Jahr werden in Straßburg in der Silvesternacht Dutzende Autos angezündet. Nach Einschätzung von Sozialarbeitern ist dieses Phänomen ein Zeichen des Protestes Jugendlicher aus den benachteiligten Randzonen der Stadt.
In den USA haben die Behörden kurz vor dem Jahreswechsel gewarnt, an Silvester mit Pistolen und Gewehren in die Luft zu schießen. Eine in den Himmel geschossene Kugel könne zwei Kilometer hoch steigen und dann beim Fall eine Geschwindigkeit von bis zu 250 Metern pro Sekunde erreichen, heißt es. Genug, um eine Schädeldecke zu durchschlagen. Vor einem Jahr wurden allein in New Orleans fünf Menschen durch herabfallende Kugeln verletzt.