Probe für Filmdreh Passanten alarmieren wegen gespielter Entführung Polizei
Eine nachgestellte Entführung vor einem Bahnhof hat die Polizei in Rheinland-Pfalz in Atem gehalten. Dienstagabend gingen mehrere Notrufe ein, wie die Polizei in Kaiserslautern nun mitteilte. Die Anrufer schilderten, auf dem Bahnhofsvorplatz in Rockenhausen eine Entführung beobachtet zu haben.
Tatsächlich sei dort ein Auto vorgefahren, in dem ein unmaskierter Mann am Steuer und ein mit einer Sturmhaube maskierter Mann auf dem Beifahrersitz gesessen hätten, hieß es von der Polizei. Der Maskierte sei ausgestiegen, habe einen jungen Mann geschlagen und ihn in das Auto gezogen. Danach sei der Wagen weggefahren.
Nach halbstündiger Fahndung fand die Polizei das Auto. Darin saßen rei junge Männer im Alter zwischen 17 und 20 Jahren sowie eine 17-Jährige. Sie erklärten, für einen Videodreh geübt zu haben. Der vermeintlich Entführte habe eine im Drehbuch vorgesehene Rolle gespielt und sei mit allem einverstanden gewesen.
Die Beteiligten werden nach Polizeiangaben nicht straf- oder zivilrechtlich belangt. Die Beamten rieten aber von Nachahmungen ab: "Gerade bei der gegenwärtigen Sicherheitslage in Europa bedarf es keiner großen Fantasie, um sich vorzustellen, dass ein solches Schauspiel auch anders enden kann."