Persischer Golf Hunderte Verletzte bei Erdbeben in Südiran
Teheran - Die Erde schwankte, die Menschen rannten in Panik aus den Häusern: Bei einem Erdbeben der Stärke 4,9 auf der Richterskala sind Hunderte Menschen in Iran verletzt worden. Laut einem Bericht des staatlichen Rundfunks erschütterten die Erdstöße die Region um 2.56 Uhr Ortszeit. Gebäude wurden beschädigt, Strom- und Telefonleitungen brachen zusammen.
Die Angaben zur Zahl der Verletzten variieren zwischen 250 und mindestens 700. Gesicherte Informationen gibt es derzeit noch nicht.
Besonders starke Schäden richtete das Beben rund um die am Persischen Golf gelegene Hafenstadt Bandar Abbas und auf der Insel Keschm an. Nach Angaben der iranischen Nachrichtenagentur Irna haben die meisten Verletzten die Krankenhäuser inzwischen wieder verlassen. Rund 80 überwiegend ältere Leute wurden jedoch vorsorglich in den Kliniken behalten.
Iran liegt in einer erdbebengefährdeten Region an der Nahtstelle mehrerer Erdplatten. Im Jahr 2003 waren bei einem Beben der Stärke 6,6 im Südosten des Landes mehr als 30.000 Menschen ums Leben gekommen. Zuletzt hatte es im März 2006 ein tödliches Erdbeben gegeben, dabei waren in der westlichen Provinz Lorestan 66 Menschen getötet und fast tausend verletzt worden.