Peter Horton, 82 – Nachruf - DER SPIEGEL
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Gestorben Peter Horton, 82

• aus DER SPIEGEL 40/2023
Foto: Matthias Balk / picture alliance / dpa

Er war die sanfte Stimme der anspruchsvollen Unterhaltung im deutschen Fernsehen: Von 1978 bis 1991 moderierte Peter Horton höchst respektvoll Künstler aus Schlager, Jazz und Pop an – und musizierte gern mit. Schließlich war der gebürtige Mähre ein Wiener Sängerknabe gewesen, hatte klassischen Gesang und später Gitarre studiert. 1967 trat er beim Grand Prix Eurovision für Österreich als Peter Horten an. Der Kaufhauskönig Horten verklagte ihn, der Sänger schrieb sich fortan Horton. Seinen Stil bezeichnete er später als »Schlanson«, Liedermacher hielt er für »eine tollpatschige Wortschöpfung«.

Der musikalische Gast der ersten »Otto Show« begann mit »Café in Takt« seine eigene TV-Karriere in der ARD. Er wechselte zum ZDF, wo er 1986 »Hortons kleine Nachtmusik« und später »Hortons Bistro« präsentierte – immer ernsthaft, etwas eitel und ein bisschen elitär. Auf Konzertbühnen trat Peter Horton unter anderem im Virtuosenduo Guitarissimo mit Sigi Schwab auf, als Solo-»Philotainment« (Musik und Aphorismen) sowie mit seiner Ehefrau, der Pianistin Slava Kantcheff. Die hatte er gleich zweimal geheiratet, erst 1986 und dann, nach der Scheidung 1995, wieder 2016. Peter Horton starb am 22. September.

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