Philippinen: Abu Sayyaf enthauptet vier Geiseln - DER SPIEGEL
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Philippinen Abu Sayyaf enthauptet vier Geiseln

Die Moslemgruppe Abu Sayyaf hat auf den Südphilippinen vier Geiseln enthauptet und mindestens zehn weitere Menschen in ihre Gewalt gebracht. Das Schicksal von drei US-Geiseln ist weiter unklar.
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Manila - Die vier Opfer seien mit 27 weiteren Philippinern auf der Insel Basilan entführt worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Moslemgruppe hält dort seit mehr als zwei Monaten bereits 21 Menschen fest, darunter auch ein amerikanisches Ehepaar.

Den Angaben zufolge hatten am späten Donnerstagabend 30 maskierte Abu-Sayyaf-Mitglieder den Ort Balobo gestürmt, Gebäude in Brand gesetzt und die Menschen verschleppt. Elf der Geiseln seien kurze Zeit später wieder freigelassen worden, das Schicksal von sechs der Entführten sei zunächst unklar gewesen. Dorfbewohner hätten am Freitag die enthaupteten Leichen entdeckt.

Der Überfall war offenbar ein Vergeltungsschlag wegen der seit Wochen andauernden Militäraktion gegen die Extremisten. Abu Sayyaf verlange, dass die Armee sich zurückziehe, sagte ein Sprecher der Streitkräfte unter Berufung auf eine freigelassene Geisel.

Das amerikanische Ehepaar war unter den ursprünglich 20 Entführten, die Ende Mai von der westphilippinischen Insel Palawan aus einer Hotelanlage verschleppt worden waren. Das Militär hält es für wahrscheinlich, dass eine weitere US-Geisel inzwischen tot ist.